Mittwoch, 22. November 2017

auf der zeitlosen Reise auf der zeitlosen Reise

auf der zeitlosen Reise

German English French Italian Portuguese Spanish Swedish
Wir haben 112 Gäste online
Home Berichte Beautiful British Columbia (BC)
Beautiful British Columbia (BC) Drucken E-Mail
Sonntag, den 10. Juli 2011 um 00:00 Uhr

Wir verbrachten fast einen ganzen Monat in dieser Provinz mit einer Bevölkerungsdichte von 4,7 Einwohnern pro km2. Dabei leben mehr als 2/3 der 4,4 Mio. Einwohner in den Grossräumen Vancouver und Victoria (Vancouver Island) und weitere 20% im Einzugsgebiet des Okanagan Valley und Orten entlang der Grenze zu den USA, also im südlichen Bereich. Da erstaunt es kaum, dass wir oft stundenlang durch menschenleere Landschaften fuhren. Ein Erlebnis sondergleichen und auch der Yukon, Northwest Territories und Alaska versprechen solche Abenteuer.

Dieser Bericht erzählt von unseren Eindrücken, die wir beim Durchfahren von Landschaften, bei Begegnungen mit Tieren, beim unseren Besuchen in Museen und dem Erkunden der zwei grössten Städte von BC hatten.
Kurz zur Route und den Gebieten, die wir wählten. Wir besuchten die Regionen südlichen der Grenze zu den USA, östlich der Provinz  Alberta und nördlich bis zur Höhe des Glacier National Parks. Von Vancouver brachte uns einer Fähre nach Vancouver Island. Mit Fähre kamen wir auf der Inside Passage von Port Hardy bis nach Prince Rupert. Von dort aus fuhren wir über den Yellowhead Highway nach Terrace. Über den Nisga’a Highway, Nass Road und den Cassiar Highway (mit einem Abstecher nach Stewart und Hyder) erreichten Watson Lake, als erste Stadt des Yukons.
Jim, Martha und Bruce (ihr Hund) lernten wir auf einem Campingplatz in US-Staat Washington kennen. Sie waren entgegenkommend und wir durften ihre Adresse in Vancouver verwenden um uns Post schicken zu lassen. Als wir sie in Vancouver anriefen luden sie uns ein und wir verbrachten, bei einem ausgezeichneten Essen, einen wunderbaren Abend mit ihnen. Am nächsten morgen führte Jim uns mit seinem Auto zu Sehenswürdigkeiten und erzählte uns Geschichten und Fakten. So erhielten wir einen ersten und vortrefflichen Eindruck von der Stadt. An den nächsten Tagen konnten wir gezielt unsere Favoriten finden und besuchen.

Vancouver BC

Vancouver BC

Vancouver BC

Mit den Velos fuhren wir auf der „Seaside Bicycel Route“ die 28 km rund um die City, wobei 9 km am Wasser entlang sind. Wir genossen die Ausblicke auf die City, den Hafen, auf die Mountains und über die Bay. Auf dem Weg in den Stanley Park, begegnete uns eine Gruppe von Männern, die an einem Lachseminar teilnahmen. Was blieb uns anderes übrig als mit ihnen zu lachen. Der Park ist vier km2 gross. Der östliche Teil der Landzunge ist ein gepflegter Stadtwald, im westliche ist die dichte Regenwaldvegetation weitgehend erhalten. Im Park selber gibt es ein 81 km langes Wegesystem und wir konnten uns überzeugen, dass es von Fussgängern, Joggern, Skatern und Bikern stark genutzt wird. So viele km hätten unsere Elektrobikes nicht mitgemacht und wir erkundeten nur einen kleinen Teil des Parks. Unter anderem legten auch wir, wie alle Touristen, am Brockton Point bei den Totempfählen einen Fotostopp ein.

Vancouver BC

Vancouver BC

Vancouver BC

Wie immer versuchen wir auch die Stadt von oben zu sehen. Im Drehrestaurant „Top of Vancouver“ gönnten wir uns ein ausgezeichnetes Mittagessen und eine Flasche guten Wein (Velofahren macht‘s möglich). Mit Begeisterung blickten wir auf Gebäude, das Stadion, Dachgärten, Schiffe und auf den Flughafen der Wasserflugzeuge, die dort starteten und landeten. Das alles lag zu unseren Füssen.

Vancouver BC

Vancouver BC

Vancouver BC

Ganz besonders interessiert waren wir an der 1913 aufgeschütteten (Halb-)Insel „Granville Island“. Der Grund dafür wird schnell klar. Bis in die 1970er Jahre hinein diente das Areal als Industriestandort. Ab 1979 wurde in den Lagerhallen der „Granville Island Public Market“ eröffnet. Später zogen auch Restaurants, Kunstgalerien und eine Kunsthochschule in die Gebäude ein. Anstatt mit der Fähre hinüber zu fahren, gingen wir zu Fuss. Die Distanz hatten wir total unterschätzt und so mussten wir über eine lange Brücke gehen. Schon lange sahen wir das Ziel unter uns, doch es gab keine Abkürzung, keine Treppe um hinunter zu steigen. Endlich angekommen belohnten wir uns für die  Anstrengung mit einem feinen Essen, einem oder zwei Glass Bier und dem Einkauf von vielen feinen Sachen (unsere Augen überschätzten das Fassungsvermögen unseres Kühlschranks).

Vancouver BC

Vancouver BC

Vancouver BC

Vancouver war im Hockey-Fieber. Die Vancouver Canucks hatten 2 Spiele verloren und 2 Spiele gewonnen. An einem Abend fand das Heimspiel gegen Boston statt. Als wir mit der Metro ins Stadtzentrum fuhren, waren die Wagen überfüllt mit Fans. Gleichzeitig stiegen mit ihnen aus und schlenderten durch die Strassen. Von überall her ertönten Anfeuerungsparolen. Als der Match begann hörten wir die Reporterstimmen aus allen offenen Fenstern und sahen die Übertragung des Spiels auf allen Fernsehschirmen. Zum Glück gewannen die Canucks und so gab es einen Grund bis spät hinein zu feiern. Als wir ein paar Tage später Victoria (die Hauptstadt auf Vancouver Island) besuchten, lernten wir einen weiteren Canucks Fan kennen, der allerdings einen etwas steifen Eindruck machte.

Vancouver BC

Victoria

In Victoria besuchten wir unter anderem das historische und völkerkundliche Museum „Royal British Columbia Museum“. Die Geschichte der Provinz ist sehr umfangreich und spannend aufbereitet. Es wird in drei „Gallery“s unterschieden, die „First Peoples Gallery“, die „Modern History Gallery“ und die  „Natural History Gallery“ Jede „Gallery“ ist ein ganzes Stockwerk gewidmet.
Das erste Stockwerk zeigt zahlreiche Masken, Totempfähle, Gebrauchsgegenstände, Kanus, ein nachgebautes Langhaus und viele Bilder und Fotos. Verschiedenste Szenen aus dem Leben der Westküstenindianer sind dargestellt. Auch die Auswirkungen ihrer Begegnung mit den ersten Europäern sind ausführlich beschrieben. Das Museum besitzt ausserdem die beste Totempfahlpräsentation von Britisch Kolumbien.
Eine andere Etage zeigt die Flora und Fauna dieser Provinz. Lebensecht wirkende Tiere der nordischen Fauna sind ausgestellt. Dioramen zeigen die verschiedensten Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum z.B. in der Nähe von Meeresküsten, des Regenwaldes und dem Delta des Fraser Rivers. Aber auch geologischen- und Klima-Veränderungen sind eindrücklich thematisiert. 
Die Etage „Modern History“ ist der der Geschichte seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gewidmet. Am Anfang der Ausstellung steht die Teilrekonstruktion des Schiffes von George Vancouver, dann ist die Zeit des Goldrush dargestellt und am Ende geht man durch einen kompletter nachgebauten Strassenzug, der mit einer Apotheke aus Chinatown endet.
Im IMAX-Kino werden abwechselnd 4 Filme gezeigt und wir sahen uns den Dokumentarfilm „born to be wild“ an. Er zeigt wie verwaiste Orang-Utans und Elefanten von aussergewöhnlichen Menschen gerettet, gepflegt und wieder auf das Leben in der Freiheit vorbereitet werden. Wir waren fasziniert von diesem Film.
In diesem Museum könnte man sich unendlich oft aufhalten und würde immer wieder neues und interessantes entdecken.

Museum Victoria

Museum Victoria

Museum Victoria

In der Umgebung von Victoria interessierte uns das 1860 gebaute „Fisgard Lighthouse“. Der Leuchtturm war der erste an Canadas Westküste, der ununterbrochen und bis heute in Betrieb ist. Er ist nur über das Gelände des „Fort Rodd Hill“ zugänglich.
Bei der Anfahrt wunderten wir uns über die Autoschlange und die vielen Menschen, die das gleiche Ziel hatten. Dann stellten wir fest, dass auf dem Gelände ein Food-Festival stattfand. Für 50$  konnte an den verschiedenen Ständen Essen und Trinken „as much as you can“ abgeholt werden.
Wir wurden sofort als Touristen identifiziert, um die „kilometerlange“ Warteschlange vor der Kasse  zum Food-Festival herum und zum Ticket Schalter der „historic site“ geführt. Die Festungsanlage, die von 1878 bis 1956 militärisch genutzt wurde, interessierte uns nicht. Doch am Eingang der Soldatenunterkunft wurde uns von historisch gekleideten Männern eine Kostprobe aus einer Goulasch-Kanone angeboten. Sie erinnerten mit dieser Aktion an die spanisch/kanadische Kriegs-Vergangenheit.
Die Sonne lud auch uns zum Verweilen und wir schlenderten zwischen den Gästen des Festivals im Park herum. Es war eine lustige Konfrontation mit der Vergangenheit und der Gegenwart.

Victoria

Victoria

Victoria

Von Prince Rupert fuhren wir nach Terrace und dann über den Nisga’a Highway nach Greenville(Laxgalts’ap). Diese Strasse führt durch die Tseax Lava Beds (22 km lang und bis 3 km breit), die durch einen Vulkanausbruch vor etwa 250 Jahren entstanden. Die Landschaft ist einmalig und fasziniert durch die Vielfalt der Formen, die durch den Lavafluss gebildet wurden. Bei der Durchfahrt sahen schneebedeckte Berge, glassklare Seen, Wasserfälle und üppige Wälder.
Wir besuchten das moderne, erst 2011 eröffnete Museum der Nisga’a People, das auch die Geschichte des Stammes erforschen und bekanntmachen soll. Wir waren die einzigen Besucher. Die Frau an der Kasse telefonierte und dann erschien eine zweite Frau, die uns durch die Ausstellung führte. Der grösste Teil des riesigen Innenraums wurde in drei Bereiche unterteilt. Der erste zeigt Masken, der zweite einen Medizinmann mit Utensilien und der dritte einen Häuptling in seiner Umgebung. Die Führerin erklärte uns, dass es noch lange dauern würde, bis die Herkunft und die Geschichte aller Ausstellungsstücke bekannt seien. Vieles müsse noch erforscht werden und sie könne sich vorstellen, dass vieles unbekannt bleiben würde. Manchmal würden sie durch Zufall etwas erfahren. Kürzlich sei eine Schulklasse gekommen und einige Kinder kannten die Regeln für ein Spiel, das ausgestellt war.
Von der Maske des Mannes mit der langen Nase sei die Geschichte bekannt und die laute folgendermassen. Zwei Jungen hätten Fische gequält in dem sie brennende Kerzen auf deren Rücken gesteckt hätten und sie so den Fluss hinab schwimmen liessen. Da sei der Geist im Berg wütend geworden und hätte den Vulkan ausbrechen lassen. Viele Dörfer und Menschen seien unter dem Lavastrom verschwunden. Dann sei dieser Geist gekommen und hätte mit der langen Nase den Lavastrom gestoppt, damit kein weiteres Unheil mehr geschähe.

Nisga'a Highway

Nisga'a Indianer

Nisga'a Indianer

Der Ort Duncan (Vancouver Island) schmückt sich mit über 80 Totempfählen. Sie stehen nicht in einem Museum, sondern die meisten stehen irgendwo im Ortskern. Eine Markierungslinie in Form gelber Fussabdrücke führt zu ihnen und an ihnen vorbei. Es war spannend, auf diese Art durch die Strassen geführt zu werden und Kunstgegenstände auf diese Weise zu betrachten.

Ducan

Ducan

Ducan

Chemainus ist nur wenige Kilometer von Duncan entfernt. Die freien Fassadenflächen vieler Häuser wurden und werden mit grossen Wandbildern bemalt. Sie erzählen von wichtigen Ereignissen in der Geschichte des Ortes. So werden unter anderem Ausschnitte von der Arbeit von Bergwerksarbeitern und Holzfällern gezeigt, „First People“ porträtiert und von viele andere Geschichten aus der Vergangenheit berichtet. Auch hier führen die gelben Fussabdrücke zu den über 41 Murales.

Chemeinus

Chemeinus

Chemeinus

Nicht dass wir Heimweh gehabt hätten. Es war der einzige Campingplatz weit und breit. Beim Einschreiben erfuhren wir, dass der Campingplatz und das Motel von Schweizern erbaut und während langer Zeit betrieben wurden. Vielleicht hatten sie Heimweh und deshalb die Häuser im Stil der „alten Heimat“ gebaut und deren Fassaden mit traditionellen Sujets bemalt.

Boston Bar

Boston Bar

Das in der Nähe von Vancouver liegend „BC Museum of Mining“ ist in der einst grössten Kupfermine Kanadas untergebracht. Mit einem Schutzhelm ausgerüstet wurden wir von einer alten Minenbahn in den Bergwerkstollen gefahren und erfuhren mehr über die Bedingungen von Bergwerksarbeitern. Wir hörten den ohrenbetäubenden Lärm bei Bohrungen und Sprengungen, wie es sich anfühlt, wenn das Licht ausgeht und nicht zuletzt, dass es im Stollen auch ein WC gab. Wir sahen, wie der Stein in einer mehrstöckigen Halle pulverisiert wurde. In dieser Halle gab es auch einen Transportkarren auf Schienen und daneben führte eine Treppe nach oben. Wer es nicht schaffte diese Treppe in wenigen Minuten hinaufzusteigen, der wurde nicht eingestellt. Ja, das waren noch Kriterien für eine Anstellung.

Museum of Mining

Museum of Mining

Museum of Mining

Wie es so ist in Regionen mit Bergen und in dieser Jahreszeit, sahen wir noch viele schneebedeckte Berge, aus der Ferne Gletscher und von der Schneeschmelze genährte Wasserfälle. Einige sahen wir uns aus der Nähe an. Nur ein paar beschreibe ich näher. Beim Shanon Falls stürzen die Wassermassen über 335 m hinunter, wodurch ein Sprühregen und ein ohrenbetäubender Lärm entsteht. Den Brandywine Falls wollten wir schon aufgrund seines Namens sehen. Uns gefiel wie die Kante mit Bäumen umrahmen ist und das Wasser 70 m weiter unten in den Daisy Lake stürzt. Der Cambell River wird beim Elk Falls durch einen Fels gespaltet und so entstehen gleich 2 Wasserfälle, die sich ins gemeinsame Flussbett stürzen.

Shanon Falls

Brandywine Falls

Elk Falls

Den Abstecher zu den Ortschaften Stewart und Hyder (Region Prince Rupert) machten wir aus zwei Gründen. Einerseits gibt es in Hyder den Fish Creek. Von einer Aussichtsplattform sollen Schwarzbären und Grizzlies beobachtet werden können, die genüsslich die fast bewegungslosen Lachse fangen und vertilgen. Für dieses Schauspiel waren wir zu früh. Dafür sahen wir die Gletscher. Eindrucksvoll wie nahe sie waren und wie sie in der Sonne und im Nebel in den verschiedensten Farben leuchteten. Wir sahen Abbruchkanten und kleine Seen, die wie mit Chemie gefärbt waren. Stewart gehört zu Kanada, Hyder liegt schon in Alaska. Bei der Ausreise wurden wir nicht kontrolliert, bei der Einreise jedoch mussten wir unsere Pässe zeigen und obwohl wir uns nur ca. 4 Stunden in den USA aufhielten, erhielten einen Einreisestempel.

Salmon River Alaska

Salmon River Alaska

Salmon River Alaska

Ein ganz besonderes Highlight waren die 15 Stunden, die wir mit der Fähre auf der Inside Passage erlebten. Leider sahen wir nur einen einzigen Wal und ein paar Delfine. Um 5.30 Uhr mussten wir am Fährhafen von Port Hardy sein. Wir nutzen die 2 Stunden Wartezeit für unser Frühstück. Pünktlich um 7.30 Uhr war alles zur Abfahrt bereit. Stundenlang fuhren wir an Inseln, dicht bewaldet und unbewohnt vorbei. Wir sahen schneebedeckte Bergspitzen aus Wolken und Nebel auftauchen und wieder verschwinden. Das Licht und das Wassers wechselten immer wieder die Farbe. Nie wurde es langweilig. Als wir in Prince Rupert ankamen lichteten sich die Wolken, die Sonne brach durch und es war noch sehr hell, obwohl die Uhr erst 22.30 anzeigte.

Inline Passage

Inline Passage

Inline Passage

Eindrücklich waren die Begegnungen mit Tieren.
Am Rogers Pass lernten wir diese lustigen Kerlchen kennen. Ohne Scheu stellten sie sich der Kamera zur Verfügung. Bei einem späteren Erlebnis auf einem Campingplatz pfiffen sie und verschwanden blitzschnell in ihren Höhlen, sobald sich etwas bewegte. Nur ein ganz mutiger Vertreter schnüffelte an Wernis Füssen, als wir am Frühstückstisch sassen.
Der Fuchs strich am Strassenrand entlang. Doch bis wir die Kamera gefunden hatten, zeigte er uns nur noch seinen Rücken.
Begeistert waren wir von den vielen Schwarzbären, die wir sahen. War ein Bär allein, verschwand er sofort im Gebüsch, sobald er das Auto hörte. Die Bärinnen mit ihren Jungen hatten es dagegen nicht eilig. Ihnen war das Fressen wichtiger und so konnten wir sie immer lange und aus nächster Nähe beobachten. Ja, nur die Autotür trennte uns von ihnen. Auf einem Spaziergang sah ich einen Bären im Gebüsch. Wir wollten ihm nicht zu nahe kommen. So kehrten wir um bevor er uns sehen, hören oder riechen konnte und ich schaute mich immer wieder um, ob er nicht hinter uns her sei. Ausser diesen Tieren sahen wir viele Vögel, Hasen, Chipmunks und auch springende Fische, die sich leider nicht fotografieren liessen. Nur ein Weisskopfadler verliess seinen Ast nicht und wir konnten ihn in Ruhe fotografieren.

Rogers Pass

Cassiar_Highway

Telegraphe Cove

Velofahren ist auf den Strassen die wir meistens benutzen relativ schwierig. Entweder sind es ausgesprochene Wanderwege, holprige Strassen mit vielen Löchern und Kiesbelägen oder es sind die normalen Asphaltstrassen, die kaum zum Radfahren einladen. Doch eine ungewöhnliche Tour konnten wir auch ohne Mountainbike machen. Früher gab es zwischen Hope und Midway (im südlichen Teil von British Columbien) die 481 km lange Kettle Valley Railway. 1961 wurde die Strecke stillgelegt, weil immer wieder Probleme mit Gesteins- und Schneelawinen auftraten. Vor einigen Jahren wurde auf der stillgelegten Trasse eine Mountainbike Route gemacht. Wir befuhren das bildschöne Teilstück beim Myra Canyon. Über kunstvolle Brücken und durch Tunnels führt die Strecke dem Tal entlang und wir blickten hinunter in den Fluss und hinaus ins weite Land. Als wir in Hope waren besuchten wir den Beginn der Eisenbahnstrecke. Wir liefen am tosenden Fluss entlang, sahen die steilen Felswände und waren beeindruckt von den Tunnels, die in diesem Gelände für die Eisenbahn gemacht wurden.

Mira CanyonMira Canyon

Mira Canyon

Kettle Valley Railway

Natürlich sind wir auch gewandert. Eine ganz besondere Tour werden wir nie mehr vergessen – Peak to Peak. Der Weg wurde als 2 km lange, steile Wanderung beschrieben. Kein Problem, dachten wir und machten uns auf. Zuerst gab es eine Treppe, dann kam eine Abzweigung. Wir wählten die Strecke, die direkt zum höchsten Gipfel führen sollte. Es ging nicht nur immer steiler aufwärts, sondern es gab oft fast Kletterpartien. Immer wieder mussten wir aufpassen, wenn wir nasse Flächen überqueren mussten, damit wir nicht ausrutschen. Oft glaubten wir dass dort oben das Ziel sei, doch dann entdecken wir, dass es noch nicht unser Peak war. Fast unglaublich, wir brauchten 2 Stunden für den Aufstieg. Das Panorama, das wir dann sahen war atemberaubend, doch wir konnten es nicht richtig geniessen, da wir ausser Atem waren und den Abstieg vor Augen hatten. Die Rückkehr war wurde nicht einfacher und es  kostete uns nochmals 2 Stunden bis wir wieder beim Auto angelangt waren. Unglaublich je 2 Stunden für je 2 km!!!! Für eine Zeit lang waren wir für keine Wanderung aus unserem Reiseführer mehr zu begeistern.

Peak to Peak

Peak to Peak

Peak to Peak

Dass wir in diesem Monat noch mehr gesehen und erlebt haben, versteht sich von selbst. Wir hoffen, dass die Juni-Fotos viel davon sichtbar machen.