Mittwoch, 22. November 2017

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Ecuador – ein bezauberndes Land Drucken E-Mail
Freitag, den 01. März 2013 um 00:00 Uhr

Es ist kaum zu glauben, dass wir schon seit fast drei Monaten in Ecuador sind. Jetzt stehen wir auf der Wiese eines Restaurants mit Swimmingpool, kurz vor der Grenze nach Peru. Es ist heiss, so wie wir es uns wünschten. Doch ich habe kaum Zeit zum Faulenzen und den Pool ausgiebig zu nutzen. Es ist die letzte Gelegenheit die Erlebnisse in einem Bericht zusammen zu fassen, bevor wir dieses Land verlassen und Neues sehen und erleben.

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Bevor wir Kolumbien verliessen besuchten wir das Santuario de Nuestra Señora del Rosario de Las Lajas. Schon auf der Hinfahrt sahen wir das imposante Gebäude wie es die Schlucht dominiert. Der steile Fussweg hinunter ist gesäumt mit Votivgaben und zeugt von den vielen Pilgern, die vor allem in den ersten zwei Septemberwochen die Kirche besuchen. Als wir vor der Kirche mit ihren drei Schiffen standen, waren wir überwältigt vom Ausmass. In der Kirche wurde ein Gottesdienst abgehalten. Anschliessend wurden viele Kinder getauft. Deshalb hatte es sehr viele Leute und es war schwierig den Innenraum mit den Seitenkapellen genauer anzusehen.

Gemäss einer Legende wurden am 16. September 1754 eine indianische Dienstmagd und ihre taubstumme Tochter in der Schlucht des Rios Guátara von einem schweren Gewitter überrascht. Das Kind zeigte plötzlich auf einen Felsen vor dem sich die Gestalt der Jungfrau Maria abhob und rief „Die Mestizin spricht mit mir“. Ein Wunder geschah. Danach konnte das Kind wieder hören und sprechen.

1803 wurde eine erste Kapelle gebaut. Die heutige Kirche entstand zwischen 1916 und 1949 im neugotischen Stil. Auf einer Seite ist die Basilika direkt an den fast vertikalen Felsen gebaut und schiebt sich seitlich über den engen Canyon hinaus. Dabei ist sie gestützt von den Pfeilern einer Steinbrücke, die mit 50 m Höhe, 17 m Breite und 20 m Länge den wild rauschenden Fluss überspannt. Die Kirche misst vom Grundstein bis zur Turmspitze 100 m. Sie ist 27.5 m lang und 15 m breit. Als Altarwand dient der Felsen und auf ihm befindet sich die Zeichnung der Maria in Begleitung von Santo Domingo und San Francisco. Tagsüber erhellt das, durch die Mosaikfenster hereinfallende Licht den Innenraum.

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Die Ausreise aus Kolumbien konnten wir schnell und unkompliziert erledigen. Dafür mussten wir knapp zwei Stunden vor dem Einreiseschalter in der Schlange stehen. Doch dann hatten wir den Stempel für 90 Tage Aufenthalt in Ecuador. In einem anderen Büro erhielten wir nach knapp 10 Minuten die Einfuhrbewilligung für unseren Huckepack. Niemand wollte unser Auto sehen oder wissen was wir mitführen.

Im Hostal Arco Iris fanden wir ein sehr schönes Campingplätzchen und so entschlossen wir uns ein paar Tage zu faulenzen und die Sonne, den Pool und die Ruhe zu geniessen. Ausserdem war es wieder einmal an der Zeit zu waschen und das Womo zu putzen.

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Wir hatten ausserdem Zeit uns mit Hilfe des Reiseführers einen Überblick über Ecuador zu verschaffen.

Die Gesamtfläche Ecuadors beträgt mehr als 256 km2 bei einer Bevölkerung von fast 15 Mio.

Vier Zonen prägen dieses Land.

·         Die Sierra (das Andenhochland)
Zwei parallel laufende Hauptketten, die West- und die Ostkordillere durchziehen das Land von Norden nach Süden. Sie sind getrennt durch ein zentrales Längstal, das zwischen 20 und 30 km breit und 500 km lang ist. Dieses Tal ist wiederum durch Querrücken in Hochlandbecken auf einer Höhe zwischen 1800 bis 3200 m gegliedert. In diesem Teil der Anden hat es über 30 Vulkane, davon werden 18 als aktiv eingestuft. Chimborazo ist mit 6310 m der höchste Berg gefolgt vom Cotopaxi mit 6897 m. Aufgrund des regen Vulkanismus nannte Alexander von Humboldt das Tal „Strasse der Vulkane“. Auch die Panamericana führt durch dieses Tal. Bereits vor den Inkas, die Mitte des 15. Jh. weit ins Hochland von Ecuador vorstiessen, wurde auf Grund des milden Klimas und der durch Vulkanasche fruchtbaren Böden Landwirtschaft betrieben. An den steilen Berghängen wurden Terrassenfelder angelegt, die auch heute noch das Landschaftsbild prägen.
Die Sierra nimmt ungefähr ¼ der Landesfläche ein und etwa 44 % der Einwohner Ecuadors leben in diesem Gebiet. Quito, die Hauptstadt, ist mit etwa 1.6 Mio Einwohner die zweitgrösste Stadt.

·         Der Oriente (Amazonien)
Der östliche Teil Ecuadors lässt sich unterteilen in die dicht bewaldeten Ausläufer der Anden mit den drei Vulkanen Sumaco, Pan de Azúcar und Reventador sowie die tiefer gelegene und flache Amazonasebene mit den ausgedehnten Regenwäldern des Amazonasbeckens. Alle Flüsse fliessen in den Amazonas. Das Klima der Region ist feucht heiss.
Amazonien nimmt mehr als 46% der Landesfläche ein und nur etwas mehr als 5 % der Einwohner Ecuadors leben in diesem Gebiet.
1967 wurden reiche Erdölvorkommen entdeckt und seit 1970 kommerziell gefördert. Zwei Pipelinesysteme von fast 3400 km Länge transportieren das Erdöl von der nördlichen Stadt Nueva Loja (Lago Agrio) bis zum Pazifikhafen nahe der Stadt Esmeralda. Defekte Pipelines und austretendes Erdöl aus anderen Leitungen führen zu einer immer grösseren Belastung der Umwelt. Auch wurden im Zusammenhang mit der Erdölförderung zahlreiche Verletzungen der Menschenrechte an den Ureinwohnern bekannt. Zahlreiche Gewässer und Ökosysteme wurden durch die Erdölförderung zerstört.
Am 28. September 2008 wurde in einer Volksabstimmung mit über 63% eine neue Verfassung angenommen. Sie beruft sich u.a. auf die Leitbilder der indigenen Kultur, die die „Mutter Erde“ als weibliche Gottheit verehrt und das „Zusammenleben in Vielfalt und Harmonie mit der Natur“ versteht.
Die indigene Bevölkerung und Umweltorganisationen wehren sich gegen die Förderung von neuen riesigen Erdölvorkommen, die inmitten des riesigen, artenreichen Regenwaldes des Nationalparks Yasuni liegen. Rafael Correa, Präsident seit 2007, versprach das Erdöl im Boden zu belassen, falls eine Ausgleichszahlung in der Höhe der Hälfte der zu erwartenden Einnahmen (ca. 3.5 Mrd. US-Dollar) durch eine Staatengemeinschaft geleistet werde. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Vorschlag in die Realität umgesetzt wird.

·         Die Costa (Küste)
Der westliche Teil Ecuadors nimmt ungefähr ¼ der Landesfläche ein und etwas mehr als 50 % der Einwohner Ecuadors leben in diesem Gebiet. Guayaquil ist mit über 2 Mio Einwohner die grösste Stadt.
Die Costa besteht aus fruchtbaren Schwemmebenen und welligen Hügellandschaften. Sie hat eine Länge von ca. 500 km und ist bis zu 200 km breit. Durch sie verläuft das bis zu 800 m hohe Küstengebirge Cordillera Costanera das in die Cordillera Chongón übergeht. Die südliche Costa wird durch das Flusssystem des Guayas und dessen Zuflüsse geprägt. Mit mehr als 36‘000 km2 ist es das grösste Wassereinzugssystem der amerikanischen Pazifikküste.
Im Norden herrscht ganzjährig tropisch heiss-feuchtes Klima, südlich vom Äquator ist es wesentlich trockener und auch etwas kühler.
In Quito entschieden wir endlich ans Meer zu fahren. Der Weg dorthin war sehr abenteuerlich, denn wir verfuhren uns und landeten bei dichtem Nebel und oft bei Regenschauern auf einer sehr schmalen Strasse. Es ging wie immer bergauf und –ab und diese Strasse wollte nicht enden. Zudem hing unterwegs ein Kabel so tief, dass es sich in der Stange des Gepäckträgers verfing und diese herunter riss. Wir verstauten die Stange im Auto und beschlossen weiterzufahren und das Womodach später zu untersuchen. Nach etwa 5 Stunden erreichten wir endlich wieder eine Teerstrasse und fanden ein ruhiges Übernachtungsplätzchen an der Laguna Quilota auf fast 3900 m Höhe. Es war kalt und windig. Am nächsten Tag besichtigten wir die Lagune und dann fuhren wir bei Manta ans Meer. Dort war es wunderbar warm. Während 10 Tagen widmeten wir uns an verschiedenen Stränden dem Schwimmen, Lesen und Faulenzen bevor wir nach Guajaquil fuhren.

·         Die Galápagos-Inseln
Sie sind ca 1000 km vom Festland entfernt im Pazifik. Sie sind ozeanisch-vulkanischen Ursprungs und hatten nie Kontakt zum Festland. Die Gesamtfläche der Inseln beträgt ca. 8‘000 km2. Bewohnt sind nur die 4 Inseln Isabela, Santa Cruz, San Cristóbal und Santa Maria (Floreana). Darauf leben ca. 25‘000 Einwohner, d.h. knapp 0.2 % der Bevölkerung Ecuadors.
Charles Darwin erreichte diese Inselwelt 1835 und der Archipel wurde sein wichtigstes Studienobjekt. Seine hier gewonnenen Erkenntnisse der Flora und Fauna bildeten die Grundlage seiner zwanzig Jahre später veröffentlichten Evolutionstheorie.

Obwohl wir erst Mitte Januar diese Inselwelt besuchten, stelle ich unsere Eindrücke an die erste Stelle dieses Berichtes.

Es war schon lange unser Traum einmal die Galapagos zu besuchen und endlich war es so weit. Von Freunden hatten wir gehört, dass die zwei Schweizerinnen Maya Homberger und Bruna Rea vom Reisebüro „Cometa Travel“ (http://www.angelitogalapagos.com) absolute Expertinnen in Sachen Galapagos sind und wir buchten kurz entschlossen eine 8-tägige Tour auf der Yacht Angelito.

Wir flogen von Guayaquil auf die Insel Baltra. Sie diente zwischen 1941 und 1948 als USA Luftwaffenstützpunkt und nun als zivilen Flughafen und Militärstützpunkt mit Kasernen für etwa 400 Soldaten und Angehörige der Küstenwache.

Maya holte uns und 10 Mitreisenden ab und brachte uns an Bord der Yacht Angelito. Dort wurden wir von der Crew empfangen und nachdem wir uns eingerichtet hatten, gab es auch schon ein ausgezeichnetes Mittagessen.

Dann legte die Yacht ab und wir erlebten ein Highlight nach dem andern.

Die Männer der Crew verwöhnten uns mit Speisen, die liebevoll vorbereitet und fantasievoll präsentiert wurden und immer ausgezeichnet schmeckten. Beim Ein- und Ausstieg in die Beiboote waren sie behilflich, die Ausrüstung für’s Schnorcheln war immer schon bereit. Und nicht zuletzt, wir wurden mit fröhlichen Sprüchen bei jedem Ausflug verabschiedet und empfangen.

Maya erwies sich als fachkundige Reiseleiterin und verblüffte uns immer wieder mit ihrem unerschöpflichen Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt. Jede Frage konnte sie beantworten, ergänzte und machte uns immer wieder aufmerksam auf Tiere oder Pflanzen, die wir ohne sie sicher übersehen hätten.

Wenn wir uns einer Insel näherten waren wir schon gespannt, was wir alles sehen würden. Jede hatte ihren eigenen Reiz und das Entdecken nahm kein Ende. Manchmal gab es eine Nasslandung und wir hatten Glück, dass es keine hohen Wellen gab und wir einfach aus dem Boot ins Wasser steigen konnten. Bei Trockenlandungen lagen oft Seelöwen auf dem Landesteg und machten nur widerwillig Platz. Doch es gab keine Insel, die nicht von Seelöwen bevölkert ist. Doch immer wieder freuten wir uns ihnen beim Spiel zuzusehen, zu hören wie die Kleinen nach ihrer Mutter riefen, wie sie gesäugt wurden und vor allem wie geschickt sie sich ausserhalb des Wassers bewegten. Häufig lagen sie einfach im Sand, gähnten ab und zu und sonnten sich.

Bei den Inselbesichtigungen liefen wir über Lavafelder, verschieden farbige Sandstrände, auf Pfaden oder kletterten über Geröll und Steine. Manchmal gab es auch Holzstege, die den Weg absteckten. Einmal konnten wir sogar einen Lavatunnel durchqueren. Bei einer Insel stiegen wir 374 Stufen hinauf und blickten auf eine fast vegetationslose Mondlandschaft mit Lavatunnels und einem wunderbaren Panoramablick aufs weite Meer und andere Inseln. Manchmal präsentierte sich die Landschaft karg, trocken und unwirtlich. Dann sahen wir wieder blühende Kakteen und andere wunderschöne Blumen und im Hochland waren die Wiesen grün.

Immer wieder machte uns Maja aufmerksam auf die Bodenbeschaffenheit, ermahnte uns auf dem Weg zu bleiben. Sie erzählte uns wie schwierig es für Pflanzen ist unter diesen Bedingungen zu wachsen. Sie erzählte uns auch, welche Tiere welche Pflanzen vorziehen und wie sie angewiesen sind Nahrung während des ganzen Jahres zu finden.

Wir konnten aus nächster Nähe zusehen, wie ein Leguan unter einer Kaktuspflanze ein heruntergefallenes Blatt von den Stacheln befreite und dann mit einen Bissen nach dem anderen vertilgte. Wir sahen, wie die Leguane mit Kopfnicken die Konkurrenz auf Abstand hielten, oder sie sogar damit vertrieben.

Fasziniert waren wir auch von den Fregattvögeln, die wahre Flugkünstler sind. Sie begleiteten oft die Yacht und stritten um den höchsten Platz auf der Antenne. Normalerweise sieht man den Kropfsack bei den Männchen nur als roten Punkt an der Kehle. Doch sie können ihn fast endlos aufblasen, wenn sie um die Gunst eines Weibchens buhlen. Der zahlreiche Nachwuchs zeugte von dem Erfolg, den sie mit ihrem Charme hatten.

Andererseits sahen wir viele Blaufusstölpel, die mit ihrem Nachwuchs beschäftigt waren. Es werden immer zwei Eier ausgebrütet, doch das Erstgeborene vertreibt das Zweitgeborene, das ein paar Tage später aus dem Ei schlüpft, aus dem Nest. Wenn das Junge keinen Platz mehr findet unter der Mutter, stellt sie sich immer so, dass das Kleine im Schatten ist. Wir sahen alle Stadien von Jungen – vom kahlen, kaum aus dem Ei geschlüpften, über die flaumigen Küken, bis zum Halbwüchsigen, das sich das Federkleid zulegt.

Doch auch Rotfusstölpel, Maskentölpel, Gabelschwanzmöven, die verschiedensten Finkenarten, den Galapagos Busshard, verschiedene Eulenarten und viele andere Vögel durften wir aus nächster Nähe beobachten. Wir hatten auch das Glück, dass noch nicht alle Abatrosse weg waren und wir sie bei ihren Flugkünsten beobachten konnten.

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Wir sahen Seebären, Pinguine, abertausende von roten Klippenkrappen, verschiedene Arten von Lavaechsen, Meeresleguane und Wasserschildkröten. Herrlich war es zu schnorcheln und dabei die vielen farbigen Fische zu sehen. Beim Schnorcheln schwammen auch Seelöwen um uns herum, spielten miteinander und einer interessierte sich für Werni. Von hinten schwamm er heran, kniff kurz in sein „Wädli“ hinein und hinterliess einen ganz kleinen Abdruck. Für Werni war es aber eine totale Überraschung. Besonders schön war es, als wir einige Zeit mit einer Meeresschildkröten schnorcheln konnten.

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Ganz beeindruckt waren wir von den Riesenschildkröten, die wir in Natura sahen. Werni wollte natürlich wissen, wie es sich im Innern eines Schildes anfühlt und es war für ihn gar nicht einfach, weder der Ein- noch der Ausstieg.

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Für mich war es besonders schön, dass ich meinen Geburtstag in dieser Umgebung erleben durfte. Als wir von unserem Ausflug zurückkehrten war der Speisesaal mit Luftballons, Papierschlangen und einem Happy Birthday Plakat dekoriert und als Nachspeise überraschte mich die Crew mit einer Geburtstagstorte, so gross, dass alle ein Stück bekamen und mit mir feiern konnten.

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Wir waren immer wieder überrascht, dass wir so viele Tiere aus nächster Nähe sahen und sie uns nicht als Feinde wahrnahmen. Sie liessen sich einfach nicht stören wenn wir ihnen zuschauten oder an ihnen vorbei gingen. Auch waren wir erstaunt ob dem Artenreichtum und dass viele Pflanzen und Tiere nur auf einer bestimmten Insel heimisch sind.

Der Tourismus wird sehr stark kontrolliert und gelenkt. So ist zu einem bestimmten Zeitpunkt am Standort einer Insel nur eine eingeschränkte Zahl von Besuchern zugelassen, z.B. dürfen an einem Vormittag nur 3 Boote gleichzeitig in einer Bucht und auf dieser Insel höchstens 3 Gruppen à max. 20 Personen sein. So konnten wir immer alles in Ruhe und mit genügend Zeit ansehen, was wir sehr schätzten.

So vergingen die Tage wie im Fluge und es hiess Abschied nehmen von der Crew, Maya und all den Mitreisenden. Noch einmal wurden wir verwöhnt mit einem grandiosen Abendessen. Es war eine wunderbare Zeit auf der Yacht mit unvergesslichen Augenblicken.

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Für Werni war es eine schwierige Aufgabe aus den fast 2000 Fotos eine Auswahl zu treffen. Übrig geblieben sind etwa 430. Wir laden euch ein die Bilder, die Werni im Ordner Galapagos abgelegt hat, als Diashow zu geniessen. Wir hoffen, dass ihr dann unsere Begeisterung für diesen Archipel teilt.

Kreuz und quer sind wir durch Ecuador gefahren. Vor allem in der Sierra ging es bergauf und -ab. Wir fuhren über Pässe von mehr als 3000 m um kurze Zeit später oft auf weniger als 500 m zu sein.

Ich beschreibe im weiteren Bericht nicht die Reiseroute sondern die Highlights unseres Aufenthaltes, thematisch geordnet.

 

Nationalparks und Naturschutzgebiete

In Ecuador hat es unzählige Nationalparks und Natur-Reservate. Seit März 2012 gibt es ausser für die Galapagos keine Eintrittspreise mehr in die Nationalparks. Wir haben viele besucht, denn auch die Vulkane und zahlreiche Lagunen und Seen liegen innerhalb dieser Regionen. Dadurch erlebten wir viel Natur, wanderten und waren häufig ganz allein beim Campen. In der Bildergallerie findet ihr viele Fotos in den Ordnern Dezember, Januar und Februar, die von unseren Aufenthalten zeugen.

Die Ruinen von Ingapirca

Besonders beeindruckt waren wir in der Provinz Cañar von dieser Ausgrabungsstätte, die auf einem grasigen Bergvorsprung auf 3100 m liegt. Der genaue Zweck der Anlage ist noch immer nicht vollständig entschlüsselt. Ursprünglich handelte es sich um eine Kultstätte der Kañari. Später wurde sie von den Inka auch als Zeremonien-, Wohn- und Raststätte genutzt Sie befindet sich auf dem Inkaweg, der vom 80 km entfernten Cuenca nach Quito führt.

Den erdverbundenen Cañari-Bauern richteten sich in allen Lebensfragen nach dem jeweiligen Mondstand und sie beteten die untergehende Sonne und den aufgehenden Mond an. Alle ihre Bauten hatten Rundungen. Man vermutet dass der Stein mit runden Löchern ihnen als Kalender diente. Sie waren Meister in der Verarbeitung von Kupfer, Bronze und Gold sowie in der Herstellung von Keramik. Sie unterlagen Ende des 15. Jh. im Kampf gegen die Expansionsbestrebungen der Inka.

Die Inka sahen sich aber als Abkömmliche des Sonnengottes und bauten zwischen 1450 und 1480 den Sonnentempel. Ihre Gebäude bestehen auf fast fugenlosen Mauern und die Ausrichtung stimmt mit dem von Ost nach West verlaufendem Sonnenstand überein.
Die Ruinen blieben von den spanischen Eroberern anfangs unentdeckt, denn die Inkas hatten sie während der Konquista zugeschüttet.
Alexander von Humboldt fand die Anlage 1801 noch bewohnt und nahezu intakt vor und seine Skizzen und Aufzeichnungen geben Aufschluss darüber. Auf die Frage warum heute nur noch Grundmauern stehen, erzählte unser Führer, dass die Steine zum Bau von Kirchen, Häuser und Strassen gebraucht wurden. Es seien ganze Lastwagenladungen von Ingapirca Steinen abtransportiert wurden. Erst als die Verwaltung der Anlage 1975 an ein lokales Gremium überreicht wurde, hörte der Abtransport auf.

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Vulkane

Im zentralen Hochland, südlich von Quito liegen 8 der 10 höchsten Gipfel Ecuadors. Obwohl es oft neblig war, hatten wir das Glück auf unserer Reise immer wieder einen Blick auf die schneebedeckten Bergspitzen werfen zu können.

·         Chimborazo
Der erloschene Vulkan Chimborazo ist mit 6310 m der höchste Berg Ecuadors und dank der Gestalt der Erde ist seine Spitze am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt.
Vom Parkeingang führt eine 8 km lange Strasse bis zur ersten Schutzhütte auf 4800 m hinauf. Unterwegs sahen wir Gruppen von Vicuñas, wenn der Nebel sich lichtete. Als wir ausstiegen und ein wenig herum liefen stellten wir schnell fest, dass jeder Schritt  nd vor allem wenn es aufwärts ging sehr anstrengend war. So setzten wir uns eine Zeitlang in den Aufenthaltsraum, tranken Tee und hörten zu wie eine Gruppe den Aufstieg auf den Gipfel plante. Zurück in unserem Huckepack freuten wir uns über die Wärme unserer Heizung, machten uns ein Nachtessen und beobachteten einen Wolf, der um die Abfallbehälter herum schlich. Wir konnten in dieser Höhe nicht einschlafen und so standen wir um Mitternacht auf und gingen, warm eingepackt, nach draussen. Der Vollmond erhellte die Nacht, doch der Gipfel des Berges war in mehr oder weniger dichten Nebel gehüllt. Trotzdem konnten wir zwischendurch die Lichter der Stirnlampen einer Gruppe erkennen, die den Aufstieg gewagt hatte. Immer wieder wärmten wir uns im Huckepack auf und versuchten zu schlafen. Als um 6 Uhr der Tag anbrach standen wir endgültig auf und wurden belohnt mit der Sicht auf den wolken- und nebelfreien Chimborazo..

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•         Cotopaxi
Der Campingplatz des zweithöchsten Vulkans liegt auf 3800 m und auf dieser Höhe konnten wir wieder bestens schlafen. Auch hier war bei unserer Ankunft die ganze Umgebung in Nebel gehüllt. Wieder einmal waren wir ganz allein auf dem Campingplatz und genossen die Stille des Abends und der Nacht. Am nächsten Morgen erwachten wir bei Sonnenschein. Ganz überrascht sahen wir direkt vor unseren Augen den wunderschönen, schneebedeckten Vulkan.
Nach dem Frühstück fuhren wir die mehr als 20 km lange Strasse hinauf auf den Parkplatz, der wiederum auf etwa 4500 m liegt. Unterwegs entdeckten wir in der Ferne noch andere schneebedeckte Andengipfel. Da es Wochenende war standen auf dem Parkplatz schon viele andere Autos und Busse. Es war eine kleine Völkerwanderung die die letzten 200 m Höhenmeter zur Hütte über einen steilen Geröll- und Lavaweg zu Fuss zurück legte. Ein besonderes Tourismusangebot ist per Auto hinauf zu fahren und dann die über 30 km lange Abfahrt bis zum Eingang des Nationalparks mit dem Fahrrad zurück zu legen, was sicher auch nicht sehr einfach ist, da auf der Strasse oft Kies und Geröll liegt. Es gab sogar ein paar wenige die bis zum Parkplatz hinauf radelten. Dazu braucht es schon viel Kondition so etwas zu bewältigen.
Auf dem Rückweg zum Campingplatz machten wir einen Zwischenhalt bei der Lagune und genossen es auf ebener Strecke den See zu umrunden..

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•        Tungurahua

Nach dem Mythos der Puruhaes-Indianer ist Tungurahua die Mutter ihrer Kinder und Chimborazo der Vater. Wenn die „Mama“ Asche und Steine wirft, so die Überlieferung, ist sie wieder einmal sauer auf „Papa“. Kurz vor Weihnachten war es wieder einmal soweit und Bewohner von einigen Dörfern, die am Berghang leben, wurden evakuiert.
Wir erreichten Baños, das am Fuss des Tungurahua liegt am 23. Dezember. Dieser Ort ist bekannt für die „heiligen Wasser“ der Thermalquellen und hat entsprechend viele Thermalbäder. Wir durften unseren Huckepack auf dem Parkplatz der Hosteria Monte Selva abstellen und genossen absolut ruhige Nächte. Die Hosteria hatte sowohl Innen- als auch Aussenpools mit verschieden warmem Thermalwasser und eine Trocken- und Dampfsauna. Dieses ganze Angebot durften wir nutzen und wir machten ausgiebig Gebrauch davon.
Wir lernten Nancy und Jörg kennen und hofften, dass wir von einem Mirador aus, die Aktivität des Vulkans ohne Wolken oder Nebel sehen würden.
Normalerweise fährt niemand in der Kabine mit. Doch wir machten eine Ausnahme und Nancy und ich setzten uns für die kurze Strecke in die Kabine. Uns war nicht bewusst, dass diese kurze Strecke so steil und kurvenreich sein würde. Zum Glück hat der Landrover ein Reduktionsgetriebe.
Mir war es manchmal unheimlich, wenn Werni zweimal ansetzten musste um die Haarnadelkurve zu nehmen. Beim Anfahren tönte es dann aus dem Geschirrschrank, als ob alles zu Scherben bersten würde. Ich erinnerte mich an all die Topes, Waschbrettpisten und sonstigen Löcher die wir in unserer Reisezeit schon bewältigten und staune, dass wir erst ein paar Gläser ersetzen mussten.
Leider war die Vulkanspitze immer verhüllt, doch wir hörten das Grollen der „Mama“ und sahen Aschen- und Dampfwolken, die durch die Wolkendecke in den blauen Himmel aufstiegen. Es war ein fantastisches Erlebnis, doch wir hofften, dass es zu keinem extremen Ausbruch kommen würde. Der Besitzer des Restaurants am Mirador erzählte und dass man in der Nacht bei wolkenfreiem Himmel auch noch Glutfunken sehe. Doch am Abend gab es wieder dichten Nebel und so verzichteten wir nochmals zum Mirador hinauf zu fahren.
Im Dorf begegneten wir einen Weihnachtsumzug, der nicht zeitgemässer hätte sein könnte. Es gab noch viele seltene Exemplare, die ohne Räder und Motor auskamen
Die Krönung war das Nachtessen am 24. Dezember. In einem Restaurant, das von einem Schweizer geführt wird, konnten wir Leckerbissen wie Fondue, Bratwurst und Rösti und Cordonbleu geniessen. Schon mehrmals hatten wir im Supermarkt Olma-Bratwürste gesehen und gekauft. Sie waren besser als nichts, aber als St. Gallerin war ich auch nie ganz zufrieden. Diesmal war es anders und ich fragte den Wirt woher er diese Würste beziehe. Er meinte, dass wir auf den Hersteller „Federer“ (was zu merken uns nicht schwer fiel) achten sollen.

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·         Pululahua
Nördlich von Quito liegt das Naturschutzgebiet Reserva Geobotanica Pulaluhua. Die grösste Attraktion ist die Caldera des erloschenen Vulkans Pululahua mit mehr als 4 km Durchmesser. Auf einer sehr steilen und schmalen Strasse fuhren wir ins Kraterinnere hinein. Wieder einmal waren wir dankbar, dass wir keinen Gegenverkehr hatten. Der fruchtbare Kraterboden liegt auf 2300 m und wird landwirtschaftlich genutzt.
Wir genossen ein paar entspannende Tage auf der Wiese des Hostal Pululahula. Wir nahmen uns Zeit wieder einmal ausgiebig Hörbüchern zu lauschen, genossen das Frühstück, anstelle es selber zu machen und liessen es uns gut gehen in den Hängematten. Dabei lenkten uns Kolibris und andere Vögel immer wieder ab.
Schön, aber doch ziemlich anstrengend war eine der Wanderungen, die wir unternahmen. Zuerst ging es steil bergab und wir wussten schon, dass wir all das irgendwann wieder aufwärts gehen müssen. Irgendwann kamen wir bei einer eingezäunten Kuhweide an. Eine Kuh stand auf den Weg ausserhalb des Zaus. Als wir an ihr vorbei gehen wollten, rannte sie auf dem Wanderweg vorwärts. Sie wartete immer wieder bis sie uns um eine Biegung kommen sah und rannte dann weiter. Da es jetzt sehr steil bergauf ging und der Weg sich zwischen Bäumen hinauf schlängelte, kletterten wir ein paar Mal zwischen dem Stacheldraht hindurch auf die Wiese und warteten in der Hoffnung, dass die Kuh die Gelegenheit nutzen würde um ihren Rückzug anzutreten. Doch sie schlug das Angebot aus und wartete, bis sie uns sah um zu flüchten. Als wir dann endlich die Kraterebene erreichten verloren wir uns gegenseitig aus den Augen.
An diesem Abend waren wir dankbar dass für uns das Jacuzzi eingeheizt wurde und wir bei Mondschein und Sternenhimmel unsere müden Glieder entspannen konnten.

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Amazonien

Zweimal besuchten wir die Region Amazonien.

Das erste Mal wollten wir die San Rafael Wasserfälle sehen. Wir fuhren von Quito über einen Pass (4100m) und liessen es uns nicht nehmen in Papallacata das heisse Wasser der Thermalbäder zu geniessen. Dann fuhren wir über Baeza nach San Rafael. Ein schöner Weg führte uns durch einen Wald hinunter zum wichtigsten Aussichtspunkt auf den Wasserfall. Er ist mit 145 m der höchste in Ecuador. Es war herrlich diese Wassermassen zu sehen wie sie hinunterstürzten und ihr Getöse über diese Distanz zu hören. Wir wussten, dass vom Parkplatz aus auch der immer noch aktiven Vulkan Reventador sichtbar ist, aber es wurde uns versichert, dass er meistens in Wolken gehüllt sei und man nur das Grollen häufig höre. Am nächsten Tag hatten wir Glück. Der Himmel war fast wolkenlos und wir konnten ihn und die Rauchwolke in der Ferne sehen.

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Die Rundfahrt über Lago Agrio konnten wir leider nicht machen. Wir hörten, dass eine Brücke zerstört sei und noch nicht wieder in Betrieb. So fuhren wir dieselbe Strecke zurück.
Misahuallí ist bekannt als Ausgangspunkt für Exkursionen in den immergrünen tropischen Tiefland-Regenwald. Das Dorf liegt am Nordufer des Rio Napo und sowohl am Strand aber auch im Ort selber tummeln viele Kapuzineraffen. Es war lustig ihnen zuzuschauen wie geschickt sie auf den Bäumen, Stromkabeln, Haus- und Autodächern herum kletterten. Von den Touristen wurden ihnen Esswaren hingehalten und wenn sie etwas erwischten verteidigten sie die Errungenschaft. Von gemütlichem Fressen war keine Rede.
An diesem Tag war aber auch noch eine Artistengruppe im Dorf und wir freuten uns den ganzen Nachmittag über zusammen mit den Kindern und Erwachsenen über ihre Darbietungen.

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Das zweite Mal fuhren wir von Guamote durch den Sangay Nationalpark nach Macas. Wieder einmal mussten wir über einen Pass und immer wieder wurden wir vom Nebel umhüllt. Unser Übernachtungsplatz war bei einer Laguna auf mehr als 3500 m. Am Morgen stieg der Nebel auf und die Aussicht hinunter auf andere Lagunen und hinauf in die Hügel und Berge war grandios.
Macas zu besuchen hatte einen ganz bestimmten Grund. In Ibarra, ganz im Norden von Ecuador sprach Patricia Werni beim Einkaufen in einem Supermarkt an. Unser Womo war ihr auf dem Parkplatz aufgefallen und sie erzählte uns dass sie mit Mann und Tochter von Deutschland ausgewandert sei. Jetzt hätten sie Land an der Laguna Yahuarcocha gekauft und ein Areal für Camper eingerichtet http://ecuador.tripolog.com/ibarra/camping/camping-finca-sommerwind.htm. Sie lud uns ein auf einen Besuch. Bei dieser Gelegenheit fragten wir sie über Galapagos aus und sie gab uns die Telefon Nr. von Margrit, einer St. Gallerin die in Macas wohne, Ecuador seit Jahrzehnten kenne und uns bestens Auskunft geben könne. Also riefen wir Margrit an und sie teilte uns mit, dass sie Maya und Bruna sehr gut kenne, jahrelang selber als Reiseleiterin gearbeitet hätte und uns die Yacht Angelito bestens empfehlen könne. Wir machten ab, dass wir sie in Macas besuchen würden, sobald wir von den Galapagos zurück seien. Als wir auf den Galapagos waren erhielten wir ein Mail von ihr mit der Bitte ihr eine ganz bestimmte Regenjacke, die es nur im Souvenierladen des Charles Darwin Foundation gebe, mitzubringen.

Als wir in Macas ankamen, hatte Margrit ihr Patenkind mit Familie und eine junge Frau aus Österreich zu besuch. Dann rief Irmgard, eine Freundin an und lud uns alle auf ihre Finca ein. Das Grundstück muss riesig sein, denn es weiden auch noch 30 Kühe, die wir nicht zu Gesicht bekamen, auf der Finca. Margrit erzählte uns, dass Irmgard ein Projekt ausgearbeitet habe, das anstelle von Strassen eine Eisenbahn als Zubringer in entlegene Gebiete Amazonien führt. Viele Regionen sind heute nur per Boot oder Flugzeug zugänglich und der Wunsch nach einer besseren Anbindung an die Zentren ist gross. Per Taxi fuhren wir am Nachmittag hin und Irmgard zeigte uns ihr Paradies. Sie führte uns durch ihren Garten und später streiften wir durch den Regenwald, den sie stehen gelassen hatte. Das Grundstück hat auch eine eigene Quelle und einen Teich mit Fischen. Wir sahen wunderbare Orchideen in den verschiedensten Farben und Grössen. Am Abend wurde gegrillt und es war einfach herrlich all das kennen zu lernen.

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Wir verbrachten einige Tage im Haus von Margrit. Da es oft regnete, waren wir glücklich in einem grossen, wunderschönen Zimmer mit fantastischem Ausblick auf den Fluss zu sein. Margrit erzählte uns viel über Ecuador und ihr Leben, Bei ihr lernten wir auch noch ein belgisches Ehepaar kennen, die wie wir auf Reisen ist. Dann gesellten sich noch ein Amerikaner und eine Österreicherin dazu. Sie planten eine Tour in den Regenwald und Margrit war ihnen dabei behilflich. Auch wir überlegten uns einen Trip mit einem Kleinflugzeug in ein sonst unzugängliches Gebiet zu fliegen um dann auf einem Fluss mit dem Boot wieder zurück zu kehren. Da wir aber nicht mit Sonnenschein rechnen konnten, verzichteten wir auf dieses Vorhaben und hoffen, dass wir in Brasilien den Amazonas kennen lernen.

Wir hatten also viel Abwechslung bei ihr und lernten interessante Menschen kennen. Danke Margrit, es war wirklich toll bei dir, auch wenn wir den Vulkan Sangay nie sahen ;-)!!!

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Äquator

Einige Male überquerten wir den Äquator von Norden nach Süden und umgekehrt und nicht nur mit dem Auto, sondern auch auf der Yacht. Auf dem Boot verschliefen wir dieses Ereignis, doch an Land genossen wir es mit einem Bein im Norden, mit dem anderen im Süden zu sein. Von den berühmten Äquatordenkmälern besuchten wir die Sonnenuhr in Quitsato, sowie „Mitad del Mundo“ und das „Museo del Sitio Inti Nan“, die etwa 20 km nördlich von Quito sind.
In diesem kleinen Indianermuseum „Museo del Sitio Inti Nan“ erfährt man viel über die Lebensweisen und Jagdmethoden der indigenen Bevölkerung. Unter anderem ist ein originales Bauernhaus aus dem 19. Jh. aufgebaut. Die Anlage ist liebevoll gestaltet mit Treppen, Brücken und Bepflanzungen. Die Museumsführerin erzählte spannend und ausführlich über Flora und Fauna in Amazonien , erklärte uns die Wirkung von verschiedenen Heilpflanzen und zeigte uns Geräte, die die Ureinwohner für geografische Messungen nutzten. Es blieb uns auch nicht erspart zu erfahren wie Schrumpfköpfe hergestellt wurden und an was man erkennen kann ob es sich dabei um einen Feind oder eine verehrte Persönlichkeit handelte. Spielerisch wurden wir eingeladen zum Experimentieren und es gab dabei viel zu lachen. Zwei Beispiele:

·         kann ich mit geschlossenen Augen auf der aufgemalten Äquatorlinie gerade auslaufen? (konnten wir nicht)

·         kann ich ein Ei auf einem Nagelkopf, der genau auf der Äquatorlinie ist so positionieren, dass es nicht herunter fällt (die Führerin bewies, dass es möglich ist, doch wir schafften es nicht)

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Städte und Dörfer

·         Quito
Im Mitad del Mundo sahen wir ein beleuchtetes Modell von Quito und wir beschlossen die Hauptstadt Ecuadors nicht zu besuchen. Doch dann lernten wir José und sein Sohn José Alexander kennen. Sie erzählten uns vom Silvesterbrauch in Quito und versprachen uns einen sicheren Parkplatz zu organisieren, damit wir in Ruhe die Stadt besichtigen könnten. Wir liessen uns umstimmen und haben es nicht bereut. Am Rande der Altstadt besitzt die Familie ein Hotel und wir mieteten ein Zimmer und konnten unseren Huckepack ganz in der Nähe auf einen bewachten Hotelparkplatz stellen. Zu Fuss konnten wir den historischen Stadtteil erreichen und genossen diese Freiheit.
Als erstes fuhren wir mit dem Lift auf den Turm der Basilika del Voto Nacional. Von dort aus kann man auf einen Holzsteg das Kirchengewölbe überqueren und auf einer Aussenleiter noch weiter auf den Turm hinauf steigen. Es ist schon besser, wenn man schwindelfrei ist um dieses Abenteuer zu geniessen. Doch dann hat man einen Panoramablick weit über die Altstadt hinaus, der einfach phänomenal ist.
Viele Kirchen waren geschlossen und so schlenderten wir durch die Strassen und über die Plätze. Wir bewunderten die Gebäude von aussen und beobachteten die Menschen. In einem Restaurant mit Panoramablick genossen wir ein Mittagessen und gingen dann ins Hotel zurück um uns etwas auszuruhen. Wir wollten am Silvesterabend fit sein und die Nacht geniessen.

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In Quito ist es Brauch, dass Männer am Silvester Frauenkleider anziehen und als „schwarze Witwen“ durch die Strassen ziehen. Dabei musizieren, tanzen und betteln weinend und um Geld für das Begräbnis ihrer Frauen. Sie tragen Puppen mit sich und geniessen den Auflauf, den sie hervor rufen. Auch sonst sieht man in der Stadt überall Puppen, die Politiker, Chefs oder sonstige Persönlichkeiten darstellen. Um Mitternacht werden die Puppen verbrannt. Damit soll alles Schlechte und Böse vom vergangenen Jahr im Feuer aufgehen und Platz machen für Neues im kommenden Jahr.

Wir freuten uns auf ein feines Nachtessen und gingen auf den zentralen Platz in der Altstadt. Doch welch eine Enttäuschung. Fast alle Restaurants waren geschlossen, der Platz menschenleer und auch in den Strassen trafen wir kaum Menschen an. In einer Bar eines Erstklasshotels tranken wir ein Cüpli und erkundigten uns wo wir essen könnten. Bei ihnen sei alles ausgebucht und gefeiert werde in den Wohnquartieren, war die Antwort. Zwei oder drei Strassenblocks weiter würden wir sicher etwas finden. Und tatsächlich gab es dort einige Lokale, die offen hatten. Wir entschieden uns für eines mit Lifemusik und genossen die Zeit bis Mitternacht. Es wurde gegessen, getrunken, getanzt und zur Musik mitgesungen. Um Mitternacht gingen alle nach draussen. Puppen wurden entkleidet und vor fast jedem Haus gab es ein Feuer mit brennenden Puppen. Als wir später uns auf den Weg ins Hotel machten, sahen wir überall noch Überreste von Feuerstellen. 

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·         Guayaquil
Von Guayaquil aus flogen wir auf die Galapagos. Über Cometa-Travel hatten wir die Adresse des Hostals Macaw erhalten mit dem Hinweis, dass die Besitzerin, Fanny, uns auch einen sicheren Stellplatz für das Womo vermitteln könne für die Zeit, die wir auf den Galapagos weilen. Fanny war sehr hilfsbereit und bald hatten wir unser Auto auch wieder ganz in der Nähe abgestellt. Wir kamen ins Gespräch und erzählten ihr, dass wir auf der Yacht Angelito die Kreuzfahrt gebucht hatten. Natürlich kannte auch sie Maya und Bruna und als wir dann auf Margrit zu sprechen kamen griff sie sofort zum Telefon und rief Margrit an. Margarita, wie sie sie nannte, sei eine langjährige Freundin und sie wolle ihr mitteilen, dass wir in ihrem Hostal seien. So schloss sich ein weiterer Kreis von Menschen, die untereinander eine Verbindung haben.
In Guayaquil gingen wir als erstes in das nahegelegene Einkaufszentrum. Schon lange brauchten wir neue Brillen und da wir auch wieder hierher zurück flogen, traf sich das gut so. Der Optiker kontrollierte unsere Augen und prüfte, ob die Rezepte, die wir dabei hatten auch noch mit seiner Kontrolle übereinstimmten. Dann wählten wir die Fassungen und er versprach, dass alles in einer Woche für uns bereit liegen würde.
Per Taxi fuhren wir in die Innenstadt und stiegen auf den Cerro Santa Ana hinauf. Wiederum wollten wir als Erstes die Stadt von oben betrachten und wurden belohnt mit einem traumhaften Panoramablick. Auf einer Seite schmieden sich kleine, farbige Häuser eng zusammengepfercht an einen Hügel, dreht man sich um fällt der Blick auf den breiten Fluss und moderne Gebäude, die weit in den Himmel hinauf ragen.
Begeistert waren wir von der langen Uferpromenade am Rio Guayas. Sie ist sehr abwechslungsreich gestalten. Da hat es Wasserbecken mit Fischen oder Schildkröten, dann flaniert man durch schattenspendende Bäume. Es hat auch Spielplätze für Kinder. Überall stehen Bänke auf denen man ausruhen kann und dann gibt es wieder Ausbuchtungen von denen aus man auf den Fluss blicken kann. Wir waren uns einig, dass das die schönste und abwechslungsreichste Uferpromenade ist, seit wir auf unserer Reise sind.
Der Parque Seminario trumpft mit einer Besonderheit auf. Dieser kleine, schöne Stadtpark liegt vor der Kathedrale. Im Zentrum steht die imposante Reiterstatue Simon Bolivars. Sie ist umgeben von Gummibäumen, Palmen Mango- und Mandelbäumen. Dann sieht man die grünen Landleguane, in den Ästen und auf dem Boden des Parks. Vor mehr als 200 Jahren war dieser Stadtteil noch Mangroven- und Schwemmland und eine Kolonie hat ihre natürliche Heimat nie verlassen. Heute werden jetzt täglich gefüttert und es scheint, dass sie sich in diesem Park sehr wohlfühlen.

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·         Cuenca
Diese Stadt wurde 1557 von den Spaniern gegründet, die von Cuzco auf der Inkastrasse nach Quito waren. Der Fluss Tomebamba teilt die Stadt in zwei Hälften. Im Norden ist das koloniale Zentrum mit vielen schön restaurierten Gebäuden. Am Fluss entlang ist ein Spazierweg mit viel Grünfläche und Sitzbänken, der zum flanieren einlädt. Im Norden sind die modernen Stadtteile und die Universität.
Wir bummelten durch die Innenstadt, tranken in einer italienischen Bar einen Espresso, der den Namen wirklich verdiente und besichtigten die Fabrik in der Panamahüte hergestellt werden. In Montecristi, dem eigentlichen Zentrum der Panamahüte, hatten wir es verpasst hatten eine Fabrik zu besuchen, holten wir es hier nach. Wir konnten den ganzen Herstellungsprozess beobachten, leider funktionierte die Kamera im Inneren des Gebäudes nicht und so gibt es nur ein einziges Foto.
Seit wir in Südamerika sind, ist es ein echtes Problem unsere Gasflaschen auffüllen zu lassen. Wir benötigten dringend Propan und wussten von anderen Reisenden, dass das in der Nähe von Cuenca problemlos möglich wäre. Am Montag fuhren wir zur Abfüllstation, doch es liess sich kein Adapter finden, der auf unsere Flaschen passte. So zogen wir unverrichteter Dinge ab und fuhren zurück auf den Campingplatz in Cuenca. Wir unterhielten uns mit dem Campingbesitzer und er versicherte uns, dass wir am richtigen Ort waren. Kurzerhand telefonierte er mit seiner Nichte, die bei dem Unternehmen arbeitet. Er teilte uns mit, dass wir nochmals hinfahren sollen und seine Nichte verlangen, denn sie wisse wo die Adapter seien. Pech war, dass Carneval war und von Montagnachmittag bis Mittwoch alles geschlossen. Na, dann erleben wir wenigstens das Treiben während des Carnevals, dachten wir und gingen am Dienstag in die Stadt. Doch alles war wie ausgestorben und es war das erste Mal, dass wirklich alle Geschäfte (ausser ein paar kleinen Lebensmittelläden) geschlossen waren. Zum Glück hatte der Camping Stromanschluss und so funktionierten der Kühlschrank und die Heizung.
Am Mittwoch fuhren wir nochmals zur Abfüllstation und innert kurzer Zeit kamen unsere Flaschen gefüllt zurück. Wir sind glücklich, dass dieses Problem erst wieder in etwa 2 Monaten auftaucht.

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·         Alausi
In diesem Städtchen wollten wir am Montag  Doris und Günther treffen um gemeinsam die Eisenbahnfahrt Alausi – Nariz del Diablo(Teufelsnase) zu machen. Wir kamen schon am Sonntag an und reservierten Plätze für Mittwoch, denn die Dienstagfahrt war schon ausgebucht. Man bestätigte uns, dass Tickets, die bis 1 Stunde vor der Abfahrt nicht abgeholt wurden wieder verfügbar sind. Sowohl bei unserer Ankunft und auch bis in den Montagnachmittag hinein war es neblig und regnerisch und wir waren unsicher ob sich eine Bahnfahrt bei diesem Wetter lohnen würde.
Seit einem Erdrutsch 1999 wird der Zug für Touristen noch bis unter die Teufelsnase betrieben und dort gewendet. Jetzt werden die Trassen komplett erneuert, die Bahnhofgebäude renoviert und im Jahr 2013 sollen wieder Züge von Quito bis an die Pazifikküste verkehren.
Wir sassen bei einem Bier als Doris und Günther am späteren Nachmittag eintrafen. Kurze Zeit später kamen auch noch die Berner Laura und Heiri. Auch sie trafen wir schon öfters und das Wiedersehen war eine grosse Überraschung. Es gab viel zu erzählen und Informationen auszutauschen.
Am Dienstag um 9 Uhr lichtete sich der Nebel. Wir konnten 6 Tickets für die Zugfahrt um 11 Uhr kaufen. Pünktlich fuhr der Zug ab und wir fuhren entlang der steilen Bergwand in die Schlucht hinunter. Es gab eine kurvenreiche Abfahrt und die Gleise sind in der steilen Wand fast übereinander gelegt. An zwei Stellen wird über eine Weiche die Zugskomposition auf das nächst tiefere Gleis geleitet. Auf Grund der unsicheren Wetterlage hatten viele Personen die Reservierungen nicht abgeholt und so hatte es freie Plätze und wir konnten immer wieder die Fensterseiten wechseln. Das ganze Vergnügen dauert 2 ½ Stunden und in der Talstation konnten wir etwas trinken und das kleine Museum besichtigen. Unsere Schweizerherzen schlugen höher.

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·         Zaruma
Zaruma ist eine kleine Goldgräberstadt auf ca. 1200 m und befindet sich im Süden Ecuadors. Wir liessen unser Womo am Strassenrand ausserhalb der Altstadt stehen und das war gut so. Um ins Zentrum zu gelangen mussten wir verwinkelte enge Gassen steil bergauf gehen und immer wieder den fahrenden Autos ausweichen. Unter Laubengänge findet man Schutz vor Regen und Sonne. Es ist ein stetiges bergauf und –ab gehen Das Zentrum besteht aus gut erhaltenen kolonialen und aus dem 19. Jh. stammenden Holzbauten. Der Hauptplatz vor der Kirche ist sehr schön gestaltet und wir konnten unter einem Laubengang bei einem Bier dem emsigen Treiben auf dem Platz und der Strasse zusehen. Der Vorteil des stetigen auf und abs ist, dass man immer wieder mit einem Weitblick über das Tal verwöhnt wird. Natürlich machten wir auch eine Führung in einer Mine und liessen uns die Arbeit unter Tag vorstellen.
Sowohl in Zaruma als auch im Nachbarsort Portovelo spielt der Bergbau noch eine wichtige Rolle neben Viehzucht, Landwirtschaft, Handel und Tourismus.

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·         Otavalo
So einen Tiermarkt wie in Otavalo haben wir noch nie erlebt. Er findet jeweils am Samstag statt und von überall her kommen die Bewohner der Umgebung. Viele tragen die traditionellen Kleider, doch Jeans und „Dächlikappe“ sind auch an der Tagesordnung. Es ist von Vorteil schon früh hier zu sein, denn etwa um 10 Uhr sind die Geschäfte getätigt und der Platz, der etwas ausserhalb des Dorfes lieg, leert sich wieder. Interessiert am Kauf von Pferden Kühen, Stieren, Kälbern, Ferkeln, fetten Säuen, Schafen, Hühner, Kücken, Enten, Katzen, Hunde oder Meerschweinchen – hier gibt es einfach alles. Rund um den Markt sind die Essstände, an denen man sich verpflegen kann. Vor allem die Schweine und Schafe wehrten sie lauthals und störrisch, wenn sie nach einem Besitzerwechsel abtransportiert wurden.
Für unsere Augen ist es schon ungewohnt, wenn z. B. kontrolliert wird ob die beiden zum Kauf angebotenen Meerschweinchen wirklich unterschiedlichen Geschlechts sind. Es ist auch ungewohnt zu sehen, wie diese an einem Spiess gebraten angeboten werden. Auf jeden Fall haben wir nie den vielgepriesenen Leckerbissen Meerschweinchen gekostet. Uns wurde auf diesem Markt auch wieder bewusst, wie einfach wir Fleisch konsumieren und wie wir uns dem Aufziehen und Schlachten von Tieren entziehen.
Als wir dann in der Innenstadt vom Dachrestaurant auf den Artisanenmarkt heruntersahen, fühlten wir uns in deiner ganz anderen Welt.

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·         Guamote
In Guamote scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. . Wir haben immer, wenn es irgendwie ging Früchte, Gemüse und Salate auf dem Markt eingekauft, doch hier kommen am Donnerstag die Bewohner der umliegenden Dörfer schwer bepackt mit Bussen, Eseln und Lamas. Es war ein wunderschöner, farbenfroher Markt mit einer Atmosphäre, wie wir sie noch nie erlebt hatten. Ausser uns sahen wir nur noch ein paar andere Touristen. Sicher wird dieser Ort an Bedeutung zulegen, wurde doch schon das Bahnhofsgebäude renoviert und wartet nur auf die Eröffnung. Jetzt waren aber die Trasse mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen bedeckt und durch die meisten Strassen wurden nur Lasten per Fahrrad oder Schubkarren geschoben.

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Von einem anderen Ereignis wurden wir an diesem Ort überrascht. Auf dem Platz auf dem wir unser Womo abgestellt hatten, wurde eine Bühne aufgebaut. Neugierig wie ich bin, fragte ich nach dem Grund. Heute Nachmittag um 14 Uhr werde Rafael Correa, der Präsident erwartet. Am 17. Februar waren Neuwahlen angesagt. Da wollten wir uns nicht entgehen lassen, den amtierenden Präsidenten auf einer Wahlveranstaltung zu erleben. Doch wir mussten noch dringend nach Riobamba und hofften rechtzeitig wieder zurück zu sein. Als wir gegen 16 Uhr wieder in Guamote waren, mussten wir unser Womo ausserhalb abstellen, denn in der ganzen Umgebung um den Platz waren Menschen, die auf die Ankunft des Präsidenten warteten. Auf dem Platz sorgte ein Sänger für Unterhaltung und immer wieder wurden kurze Reden gehalten. Als dann um halb sechs Uhr Rafael Correa eintraf änderte sich die Stimmung. Er sprach zu den Menschen und erwähnte alles was sich seit seiner Regierungszeit verändert hatte. Er stellte zukünftige Schwerpunkte vor, falls er und seine Partei die Wahlen gewinnen. Für mich war er volksnah und humorvoll. Als die Veranstaltung beendet war, löste sich die Menschenmenge innert kurzer Zeit ganz auf.

In der Zwischenzeit wissen wir, dass er die Wahlen gewann.

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Fazit

Es ist eine unvergessliche Zeit, die wir in Ecuador verbringen durften. Wieder einmal erlebten wir nur freundliche und hilfsbereite Menschen und gerieten nie in gefährliche Situationen. Die Natur, die Tiere und vor allem der Archipel Galapagos gefielen uns ausserordentlich. Uns faszinierten die Vulkane, die Lagunen und Seen. Das Wetter in den Nebel- und Regenwäldern machte denen alle Ehre, doch das Vergnügen war teilweise mit Gummistiefeln durch eine sattgrüne und wuchernde Landschaft zu laufen. Und nicht zuletzt, trotz den extremen Höhenunterschieden waren wir oft ohne „Puste“ aber immer gesund.