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Ferien in Italien 2008/2009 Drucken E-Mail
Donnerstag, den 29. Januar 2009 um 12:48 Uhr

Endlich ist es so weit. Unser Huckepack soll sich auch bei tiefen Temperaturen bewähren und so bereiten wir uns für die Ferien in Italien vor. 3 ½ Wochen sollte das neue Abenteuer dauern und da muss natürlich einiges vorbereitet werden. Hektik wie immer, wenn Mélanie plant zu verreisen. Packen in letzter Minute - aber genau zu wissen, wann die Abfahrt beginnt.

Also, Frischwasser einfüllen, Batterie des Huckepack aufladen, Kästen und Boxen mit den persönlichen Utensilien füllen. Oh Schreck, das Frischwasser läuft auf die Strasse, anstatt im Tank zu bleiben. So laden wir die Kabine ab und suchen das Leck. Ganz schnell findet Werni heraus, dass der Frostschutz-Schalter eingeschaltet werden muss und damit ist das Problem gelöst. Nun kann‘s losgehen. Nach einem Abschiedstrunk mit Jngeborg, Jürg, Hugo, Ursi, Moni, Rolf und Vreni erreichen wir Flums. Feines Nachtessen bei Marianne und Walter, erholsamer Schlaf und stärkendes Frühstück - was braucht es mehr für einen erfolgreichen Start?

Doch der Tag beginnt mit intensivem Regen. Wir wissen nichts Besseres zu tun, als die Schafffelüberzüge zu montieren und uns nass werden zu lassen. Doch dann fahren wir ab. Langsam klärt sich der Himmel auf und in San Bernhardino steigen wir aus, doch starker und kalter Wind nötigt uns weiter zu fahren. Essen in Meride

 

Lugano empfängt uns mit Sonnenschein und nach einem Mittagessen fahren wir weiter und finden am Comersee auf einer Wiese eine Übernachtungsmöglichkeit.

 

Wir werden erleben, dass Campingplätze zu dieser Jahreszeit mehrheitlich geschlossen sind. Zum Glück gibt es Stellplätze für Womo's (häufig ruhig, frisches Wasser, Entsorgungsmöglichkeit des Abwassers) und in dieser Reisesaison unterbelegt.

Klein Venedig

Chióggia und Sottomarina, bekannt als Kleinvenedig erkundigen wir per Velo. Nebel senkt sich über unsern Stellplatz und weiter geht unsere Fahrt zur Abtei von Pomposa, Comaccihio nach Ravenna.

 

Mosaikpracht

 

Ravenna, die Stadt der Mosaike - kaum konnten wir uns sattsehen. Hier findet ihr viele Fotos von unseren Besichtigungen.

 

Doch auch andere Erfahrungen sind damit verbunden. In der Nacht kamen stürmische Winde auf und Mélanie wird sich daran gewöhnen müssen, dass auch geschlafen werden kann, wenn der Wind, das Prasseln von Regen auf die Dachluken, das Geklapper von Ästen oder anderen Ungetümen unseren Huckepack malträtieren.

Weiter geht's auf den Stellplatz von Sant‘ Appollinare in Classe und nach der Besichtigung der Kirche erreichen wir Cesenatico. Die Besichtigung des Hafens (gebaut nach den Plänen von Leonardo da Vinci) nehmen wir nicht mit der Kamera auf, sondern geniessen das Museum das sich auf den Schiffen (inkl. Weihnachtskrippe) befindet bei Regen und eisiger Kälte.

San Marino, das wäre doch ein Ziel. Doch es wird Abend und wir müssen umkehren, weil Schnee und keine Schneeketten unseren Mut zum Abendteuer bremsen. So übernachten wir in Rimini auf einem Stellplatz und wagen am nächsten Morgen erneut die Fahrt nach San Marino.

San Marino

 

Auf dem Parkplatz, den wir nach mehr oder wenige schneefreien Strassen erreichen, erkennen wir, dass auch hier Autos unter Schneedecken vergraben sein können. Per Lift erreichen wir die Altstadt, schlendern durch Gassen, trinken einen Kaffee und entscheiden uns zur Weiterfahrt Richtung Florenz.

 

Eine von unseren Gasflaschen muss aufgefüllt werden und nach einem Stopp bei einer Agip Tankstelle erhalten wir den Tipp, wo wir nahe Cesena Gas auffüllen können. Der Tomtom führt uns in die Nähe und nach diversen Nachfragen finden wir die Auffüllstation. Jetzt ist alles wieder aufgefüllt und wir finden für unseren Huckepack in Rocca D. Casciano erstmals ein Dach über dem Kopf.

Passo Muraglione

 

Weiter geht's über den Passo di Muraglione (bei Sonnenschein und viel Schnee ausserhalb der Strasse) nach Firenze.

 

Wir stellen unseren Huckepack auf dem Campingplatz mit Jungenherberge ab, satteln unsere Velos und fahren ins Zentrum. Auch unser Tomtom hat Schwierigkeiten die Rückkehr zu bewältigen.

Was für ein Frühstück. Ein Einhörnchen begrüsst uns und demonstriert seine Kletterkünste bei Sonnenschein. Nichts steht also im Wege um nochmals eine Besichtigung der Innenstadt anzutreten. Jetzt bewältigen wir auch problemlos die Rückfahrt.Neujahrswuensche

 

Die Silvesternacht feiern wir in unserem Huckepack und verbinden uns mit unseren Liebsten. Das Aufwachen im Regen animiert uns zur Weiterfahrt.

 

Wir trinken einen Espressi in Greve in Chianti mit seinem berühmten 3-eckigen Platz. Weiter geht's nach Radda in Chianti und wir erleben einen wunderbaren Blick ins Tal. Am Morgen begrüsst uns die Sonne in unseren Huckepack.Doch es ist noch nicht die Zeit zeitlos zu sein. So gelangten wir bei Marina di Grosseto ans ligurische Meer und fuhren langsam wieder Richtung Norden. Es gab noch 2 Pässe in Italien zu bewältigen.Sommerlich

Am 14. Januar konnten wir uns am Strand von Chiávari auch noch in den Badehosen während 2 Stunden über Mittag von der Sonne verwöhnen lassen (16° bei Windstille).

 

 

Die Poebene empfing uns mit bissiger Kälte, Schnee und eisigen Winden, die Bäume waren mit einer Frostschicht bedeckt. Über den San Bernardino kehrten wir wieder in die Schweiz zurück.

Sehr unterschiedlich waren die Landschaften, Hügel, Berge, weite Ebenen und natürlich immer wieder das Meer. Toll war auch, dass es in den Städten, die wir besuchten, relativ wenig Touristen hatte, und wir so nicht in Schlange stehen mussten beim Besuch von Kirchen, Türmen und Museen.

Wir konnten auf dieser Reise unseren Huckepack in winterlichen Situationen testen, haben neue Erfahrungen gesammelt, sind überzeugt auf dem richten Weg zu sein um unserem Abenteuer entgegenzugehen.