Mittwoch, 22. November 2017

auf der zeitlosen Reise auf der zeitlosen Reise

auf der zeitlosen Reise

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Spanien ole Drucken E-Mail
Donnerstag, den 03. Dezember 2009 um 23:00 Uhr

Seit meinem letzten Bericht sind doch schon wieder 4 Wochen vergangen. Zeit also, wieder einmal etwas von uns hören zu lassen. Diesmal gibt es auch negatives zu berichten. Doch schön der Reihe nach

San RemoBei schönstem Wetter fuhren wir entlang der ligurischen Küste und haben sogar im Meer noch gebadet. In San Remo konnten wir direkt in der Stadt übernachten und besichtigten mit grossem Vergnügen die Stadt, assen nochmals richtig italienisch und legten uns am Meer in die Sonne.

 

Dann ging's weiter Richtung Frankreich. Zum ersten Mal erlebten wir, dass alle Parkplätze am Meer Womo untauglich sind und so flüchteten wir ins Landesinnere. Wir fanden vor einem Weingut einen schönen und ruhigen Übernachtungsplatz.

seteIn Sète übernachteten wir an einem Aussichtspunkt vor einer Kapelle und genossen den Blick über die ganze Stadt bis ans Meer und am Abend das Lichtermeer.

 

 

carcasonneIn Carcasonne fanden wir am Fusse der Burg ein Plätzchen und erkundeten die von Mauern umschlossene obere Stadt. Bei vielen von unseren Besichtigungen stellen wir uns vor, wie viele Touristen im Sommer diese Orte besuchen und wir wahrscheinlich kaum Parkplätze für unseren Huckepack finden würden.

 

Bei unserer Reise geniessen wir immer wieder den Wechsel der Landschaft. Manchmal sind wir in den Wäldern, Hügeln und Bergen, dann sind wir wieder am Meer und in der Ebene. Manchmal sind wir in quirligen Städten, dann sehen wir wieder kaum Menschen in den Dörfern. Doch fast überall sehen wir Reben und Olivenbäume. Das animiert zum Wein trinken, doch das verschieben wir auf die Zeit nach dem Parkieren.

cerberesIn Cerbère, kurz vor der Grenze nach Spanien, geniessen wir nochmals 2 ruhige Tage direkt am menschenleeren Strand.

Ein Problem war aufgetaucht. Unsere Heizung funktionierte nicht mehr und dadurch konnten wir auch kein warmes Wasser im Boiler mehr aufbereiten. Tagsüber war es zwar warm, aber in der Nacht sanken die Temperaturen doch auf etwa 6 Grad und nur kaltes Wasser zum waschen war auch kein Vergnügen. Wir vermuteten, dass es die Gasqualität ist und hofften in Spanien Gastankstellen zu finden, damit wir eine Gasflasche neu füllen können.

figueresWeiter ging's nach Figueres und als wir endlich einen, wenn auch nicht ganz legalen Parkplatz hatten (auch hier werden wie an so vielen anderen Orten die Strassen geflickt) stellten wir fest, dass das Dali-Museum montags geschlossen ist. Da wir kein Interesse an einer Busse hatten, fuhren wir weiter. In Besalú bewunderten wir eine römische Brücke mit ihren 7 unterschiedlichen Bögen, flanierten durch die engen Gassen des Dörfchens und tranken an der Sonne einen Kaffee während wir dem Treiben der Kinder zuschauten.

Unser Huckepack war schon lange nicht mehr am Strom und so entschlossen wir uns wieder einmal einen Campingplatz aufzusuchen. In Banyoles, einem Ort am grössten natürlichen See Kataloniens, fanden wir einen. Ein Spaziergang entlang dem See, einen Rundgang durch den Ort und ein Bier auf dem Hauptplatz, natürlich wieder an der Sonne - was braucht's mehr? Nach 2 Tagen, die Wäsche ist trocken, die Vorräte eingekauft und die Batterien sind wieder gefüllt, zogen wir weiter und hofften auf eine Gastankstelle in Girones. In der öffentlichen Bibliothek suchten wir im Internet nach Gastankstellen und entdeckten, dass es erst in Barcelona eine hat.

hostalricWir fuhren weiter und fanden in Hostalric direkt an der Stadtmauer einen schönen Übernachtungsplatz. Dieser Ort liegt auch wieder auf einem Hügel und das Burgtor wird in der Nacht zugeschlossen. Von offizieller Seite hatten wir die Erlaubnis dort zu übernachten, wurden eingeschlossen und konnten jedoch am nächsten Morgen erst um 9 Uhr wieder abreisen. Das war eine neue Erfahrung.

Im grössten Verkehr mussten wir Barcelona durchqueren, bis wir zur Tankstelle kamen. Das Füllen des Gastanks nützte nichts, die Heizung funktionierte weiterhin nicht. In unseren Unterlagen fanden wir die Adresse einer Tumavertretung. Also fuhren wir nach Sallent. Der Mechaniker stellte fest, dass der Druckregler defekt war. Nach dem Einsetzen eines neuen, funktionierte die Heizung wieder und glücklich übernachteten wir an Ort und Stelle.

montserratAm nächsten Morgen erwachten wir bei dichtem Nebel. Das hielt uns nicht davon ab Richtung Serra Montserrat zu fahren um das Benediktinerkloster zu besichtigen. Für die Katalanen ist der Montserrat ein heiliger Berg und das kostbarste Heiligtum des Klosters ist die Moreneta, eine russgeschwärzte Marienstatue aus dem XII. Jh. Montserrat ist sicher einer der schönsten Gebirge Spaniens und hat ganz eigenwillig geformte Säulen, die wie Finger in den Himmel hinauf zeigen. Auch hier hielt sich der Besucherstrom in Grenzen und so hatten wir genügend Zeit zur Besichtigung. Wie in der Schweiz war der Berg manchmal zu sehen, dann aber wieder im dichten Nebel verschwunden.

Weiter gings wieder Richtung Barcelona, aber vorher wollten wir doch noch eine Sektkellerei besuchen. Es wurde eine wunderschöne Fahrt so durch die Hügel und immer wieder sahen wir die Berge des Montserrat. Bei Codorniu in St. Sadurni d'Anoia besuchten wir die Ausstellungsräume des Sektherstellers und bewunderten den schön angelegten Park. Auch hier trafen wir keine weiteren Besucher und konnten auf dem grossen Parkplatz in aller Ruhe übernachten. 

gaudiWir freuten uns auf Barcelona und kamen vormittags beim Olympiagelände an. Wir parkierten unseren Huckepack, kauften ein 2-Tages-Ticket zur Stadtbesichtigung mit einem Touristenbus und los ging's. Als erstes wollten wir eine komplette Rundfahrt machen. Für den nächsten Tag planten wir einzelne Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Wir fuhren an all den Sehenswürdigkeiten vorbei, stiegen zwischendurch aus, tranken und assen etwas in Strassenkaffees und freuten uns am bunten Treiben. Wir waren im Sonnenschein gestartet, gegen Abend wurde es kühl und so beschlossen wir zum Huckepack zurückzukehren um etwas Wärmeres anzuziehen.

Welch ein Schreck als wir die Türe öffneten. Kleider lagen am Boden, die Kästen waren ausgeräumt. Computer, Filmkamera, mein E-Book-Reader, die Reiseführer und Wernis Jacken, mein schockDaunenmantel und diverse andere Kleidungsstücke, alles gestohlen. Zum Glück konnten die Diebe das Auto nicht aufbrechen und auch dort noch Gegenstände klauen.

Wir verständigten die Polizei. Diese sahen sofort, dass die Diebe das Womofenster aufgebrochen hatten und dort eingestiegen sind. Mit Polizeieskorte fuhren wir zum Polizeiposten und nun wurde ein Rapport aufgenommen. Wir verbrachten eine unruhige Nacht auf dem Parkplatz in der Nähe der Polizei und fuhren am nächsten Tag weiter. Wir hatten keine Lust auf einen weiteren Tag in Barcelona.

Nachdem wir den Schock mehr oder weniger überwunden hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem Mediamarkt um neue Computer zu kaufen. Das haben wir in der Zwischenzeit, jedoch sind das Betriebssystem und auch verschiedene andere Programme auf Spanisch, was es uns nicht sehr einfach macht. Zum Glück haben wir eine CD vom Office mitgenommen. So haben wir diese Programme auf Deutsch.

Doch nicht genug des Unglücks. Heute wollte ich mein Telefon mit Outlook synchronisieren. Wieder ging etwas schief und ich habe weder im Outlook noch auf meinem Handy Kontaktadressen und E-Mails. Alles weg.

Also, alle die weiterhin mit mir Kontakt haben möchten, bitte ich mir die Telefon-Nummern, Post- und E-Mailadressen zu mailen. Danke!

Nos VamonosDoch trotz allem wir geniessen Spanien!