Mittwoch, 22. November 2017

auf der zeitlosen Reise auf der zeitlosen Reise

auf der zeitlosen Reise

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bienvenido al 2010 Drucken E-Mail
Samstag, den 09. Januar 2010 um 23:00 Uhr

Fuentes del AlgarWieder einmal fahren wir ins Landesinnere um Wasserfälle "Fuentes del Algar" und einen Kakteengarten zu bewundern. Der Parkplatz vor dem Campingplatz verspricht eine ruhige Schlafstätte. Leider sind die Wasserfälle geschlossen, weil es zu viel geregnet hatte. So besuchen wir den Kakteengarten und werden informiert, dass es hier über 600 verschiedenen Kakteenarten und über 2000 verschiedenen Pflanzen zu bewundern gibt. In dieser Gegend werden auch "Nispelos" angepflanzt und wir versuchen diese Früchte. Herrlich im Geschmack! Wie munden sie wohl frisch vom Baum?

Als wir wieder im Huckepack sitzen, werden wir durchgerüttelt von heftigen Regenfällen mit Windböen und ich erinnere mich an die norwegischen Küsten.  

GuadalestAm nächsten Morgen sieht die Welt wieder anders aus und wir geniessen  die Reise mit Sonnenschein und Windböen zum Städtchen Guadalest. Imposant steht das weisse Glockentürmchen auf der charakteristischen Kulisse der Felswand. Auf dem  Stellplatz mit hervorragender Aussicht auf die grossartige Landschaft mit gewaltigen Gebirgsketten übernachten wir. Das Landesinnere erleben wir regnerisch und windig und wir bewegen uns wieder Richtung Meer. Die Fahrt durch die Landschaft ist eindrücklich, steile und enge Kurven führen uns über Hügel und Berge. In El Campello, direkt am Meer, finden wir eine neue Bleibe und teilen diesen Stellplatz mir Holländer, Deutschen und Belgiern. Wieder scheint die Sonne und wir flanieren am Strand. 

ElcheElche, die Stadt mit dem berühmen Palmwald will auch noch erkundet werden. Es gibt ausserdem den Turm von der Basilica Santa  Maria, der mit seinen  167 Stufen, zu einem aussergewöhnlichem Panoramablick einlädt: ächtz,  ;-)!   

 

 

Santa PolaIn Santa Pola treffen wir Isabel, die Freundin meiner Schwester Rosmarie.  Zum Mittagessen lädt sie uns in ihrer Wohnung ein zu einer ausgezeichnete  Paella und Rotwein. Wir geniessen das Mahl auf ihrem Balkon mit Sicht aufs Meer. Von ihr werden wir aufgenommen wie alte Freunde und wir unterhalten uns so gut es geht auf Spanisch. Mit ihr würde ich die Sprache sicher sehr schnell lernen, denn es wird gelacht, wenn die Wörter falsch sind oder sie mich nicht versteht. Sie zeigt uns den Fischmarkt, die Kirche, die Burg und ein wunderschönes Haus, das zu einem Treffpunkt für ältere Leute umgebaut wurde. In einem Raum wird getanzt, in anderen geschwatzt, Karten gespielt oder gemeinsam TV geschaut - keine Zeit für  Altersdepression. Wir schlendern durch die Gassen, später am Strand und am Hafen entlang wo wir prächtige Jachten bewundern. 

Für Silvester haben wir einen ungewöhnlichen Campingplatz gewählt. Er liegt in einem riesigen Hügelgelände ausserhalb eines Dorfes und hat neben Stellplätzen für Womo's und Wohnwagen auch Bungalows.  Ausserdem gibt es ein Restaurant und für die Nacht war Live-Musik angesagt. Die meisten Anwesenden waren Engländer und als wir so um 22.30 Uhr auftauchten, war das Fest in vollem Gang. Die Musik war so laut, dass an Unterhaltung kaum zu denken war, aber der Musiker sang und zwischendurch spielte er mit der Trompete. Elektronik ersetzte das Orchester und es wurde getanzt, gesungen und gelacht. Die Garderobe umfasste vom  langen Abendkleid bis zu den Jeans alles. Vor Mitternacht wurden je 12 Trauben an die Anwesenden abgegeben, denn um im nächsten Jahr Glück zu haben muss bei jedem Glockenschlag eine Traube gegessen werden. Dann wurde mit Cava auf's 2010 angestossen. Um 1 Uhr feierten wir das englische Neue Jahr. Wir werden demnach doppeltes Glück in diesem Jahr erleben ;-)! 

MurciaDa wir am nächsten Morgen spät aufstehen, erreichen wir Murcia erst um 13 Uhr. Der Dom und der Bischofspalast sind bis 17 Uhr geschlossen. Da wir nie bei Dunkelheit fahren und noch keine Bleibe für die Nacht haben, schlendern wir nur durch die Altstadt und schlabbern ein köstliches Helado.  An der Playa Las Higuericas finden wir einen Traumstrand und geniessen 2 Tage mit Spaziergängen am Strand und mit faulenzen in unseren Liegestühlen an der Sonne. 

 

Mini HollywoodUnser nächstes Ziel ist das grösste europäische Technologiezentrum für Forschung und Entwicklung der Sonnenenergie in der Nähe von Almeria. Wir fahren durch die Sierra Alhamilla, ein riesiges Wüstengebiet und sind beeindruckt von der Landschaft. Ein Wegweiser in der Nähe von Tabernas macht uns neugierig: Mini-Hollywood. Also, nichts wie hin. Und siehe da, Mitten in dieser Wüste stehen Gebäude, die als Kulisse für viele Westernfilme gedient haben. Cowboys auf Pferden, Farmer mit Ross und Wagen, der Sherif und auch der Leichenbestatter sind auf dem Gelände anzutreffen. Ganz abgesehen von den Frauen mit ihren langen Röcken und den Schirmchen. Geboten wird eine Westernshow mit einer Szene aus einem Film von Sergio Leone und im Saloon erleben wir eine Cancan-Show.  Auf dem Gelände gibt es auch einen Swimmingpool (jetzt natürlich geschlossen) und ein Zoo. In der Hauptsaison muss hier ein unglaublicher Rummel sein.

Platforma SolarAn der Führung durch die Solaranlage nahmen wir und ein spanisches Ehepaar teil. Zur Einführung wurde uns der Videofilm auf Englisch gezeigt. Die spanisch sprechende Führerin  zeigte und erklärte uns die  Ausstellung mit den verschiedenen Typen von Solaranlagen und deren Weiterentwicklung. Wir erfuhren welche Modelle für Stromerzeugung, welche zur Wassererhitzung gebraucht werden. Per Elektromobil fuhren wir anschliessend durch die Anlage. Verschiedenste Materialien werden getestet, damit herausgefunden wird wie sie sich durch den Einsatz von Sonnenenergie verändern (z.B. Nutzbarmachen der Sonnenenergie für den Gebäudebau). Eine neue Versuchsreihe soll Aufschluss geben, wie verunreinigtes Wasser durch Sonnenenergie wieder für die Landwirtschaft nutzbar gemacht werden kann. Die Führerin betont, dass hier nichts produziert wird, sondern alles nur zu Forschungszwecken gebaut und betrieben wird. Es war eine sehr interessante und informative Führung, obwohl ich nicht alles verstehen konnte.  

Reise Richtung MeerNun solle es im Landesinneren, an der Südflanke der Sierra Nevada Richtung Granada gehen. Leider verschlechtert sich das Wetter und auf eine geplante Wanderung verzichten wir. Es ist Januar und obwohl die Temperaturen tagsüber angenehm sind, wird es in der Höhe in der Nacht empfindlich kalt und wir sind nicht gewohnt bei Regen durch die Gegend zu stapfen. Ausserdem haben wir keine Wanderkarten und wollen uns nicht auf Abenteuer einlassen. So geniessen wir eine kurvige Weiterfahrt durch die Alpujarra Alta. Je näher wir Granada kommen umso Wolkenbehangen wird der Himmel. Da wir aus unseren Erfahrungen lernten (für Stadtbesichtigungen Huckepack auf Campingplatz), wählen wir einen Platz mit Busverbindung zur Innenstadt. Bei strömendem Regen kommen wir an und erfahren, dass es in Granada seit 3 Wochen praktisch ununterbrochen regnet. Wieder einmal erweisen sich unsere Gummistiefel als nützlich. Die ganze Nacht durch und auch am Morgen wird unser Huckepack mit Regenwasser gewaschen. Da wir mit Rosmarie und Jürg Granada während der Semana Santa schon einmal besuchten, entschliessen wir uns zur Weiterfahrt ans Meer. Bis jetzt fanden wir immer wieder die Sonne, sobald wir uns der Küste näherten. 

Dann ist die Costa Tropical sicher eine gute Adresse. Tatsächlich kommen wir bei Sonnenschein auf dem ausgewählten Campingplatz in "Torre del Mar" an. Die Anwesenden (viele Deutsche, ein paar Schweizer und Holländer) erzählen uns, dass es auch hier während 3 Wochen mehrheitlich geregnet hat. Noch nie hätten sie das erlebt und sie überwintern seit 5 Jahren während 6 Monaten an diesem Ort! Kommen wir auch mal so weit? Wir haben aber im Moment alles: Sonne, ein kleines Hallenbad, eine Sauna, ein Aussenpool (Liegestühle um an der Sonne zu liegen) und kilometerlangen Sandstrand, an dem ich am Morgen den Sonnenaufgang begrüsse. Doch jetzt straft mich der Himmel.  Auch wir haben jetzt Regen. Keine Bilder, wir ziehen Ferientage ein und hoffen auf die Kraft der Sonne! Venceremos!