Mittwoch, 22. November 2017

auf der zeitlosen Reise auf der zeitlosen Reise

auf der zeitlosen Reise

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Sonntag, den 20. Dezember 2009 um 11:50 Uhr

Nachdem auch unsere Womo-Reiseführer weg waren, überlegten wir uns, wohin Bücher schicken, die wir via Internet beim Womo-Verlag bestellen könnten. In unserem ADAC-Stellplatzführer fand ich das Restaurant Spätzle Fritz und holte mir telefonisch die Erlaubnis ihre Adresse zu benutzen. Wir waren vom 8. bis 14.12. auf diesem Stellplatz in der Nähe von San Rafael del Rio (nahe bei Vinaros) und warteten auf die Post. Wir hatten auch WiFi Empfang, aber der ist so schwach, dass wir von einem Empfangsloch ins andere kamen. Trotzdem besser als nichts und wir hatten ja Zeit.

 

Jeden Tag übernachteten andere, sehr nette Menschen in ihren Womos  auf dem Platz und so konnten wir Erfahrungen austauschen. Ein Paar aus Deutschland und eines aus Irland werden 2-3 Monate hier bleiben und mit ihnen hatten wir mehr Kontakt. Die Besitzerin des Restaurants war auch sehr freundlich. Wir konnten sogar ihren Scanner benutzen, damit wir den Polizeirapport nun in elektronischer Form haben und der Versicherung per Mail zustellen können. Mal sehen was uns ersetzt wird.

 

Bis zum 13.12. hatten wir jeden Tag Sonnenschein und es war bis zu 20 Grad warm. Wir nutzten die Zeit uns in die Liegestühle zu legen und zu geniessen. Dann regnete es und während Werni die Fotos bearbeitete und für unsere Homepage bereitstellte, schrieb ich zum Zeitvertrieb.

 

In Tarragona gab es einen archäologischen Spazierweg auf dem die Altstadt erkundet werden kann. Wir besichtigten natürlich unter anderem die wunderbare romanisch-gotische Kathedrale, deren Hauptportal mit den Figuren der Apostel und Propheten geschmückt ist. Das Auto parkierten wir ganz in der Nähe um immer wieder einen Blick darauf werfen zu können. Am Abend übernachteten wir direkt am Strand neben anderen Womo's. Ja, wir sind vorsichtiger und auch misstrauischer geworden.

 

Da wir in Barcelona die Werke von Gaudi nicht mehr bewundern wollten, entdeckten wir in Vistabella eine Kirche, die von einem begabten Gaudischüler geschaffen wurde.

 

Ein weiteres Highlight  auf unserem Weg in den Süden war das wunderschöne Kloster Poblet. Nur bestimmte Gebäude und Räume können mit einem Führer besichtigt werden, da im Klosterkomplex immer noch Mönche leben.

 

Bei der Fahrt durch die Serra de Montsant schraubte sich die Strasse  die Hänge hinauf und hinunter und wir legten in Prades einen Rast ein. Ein eisiger Wind wehte, doch wir mussten einfach zuschauen. Das Tor zum Städtchen war versperrt mit einem Tannenbaum, der mit Hilfe eines Kranlastwagens auf den Dorfplatz hineingezogen wurde. Viele Äste wurden abgebrochen, Tannzapfen lagen herum und es roch nach Harz. Dann beobachteten wir, wie der Kran den Baum aufstellte und die Helfer ihn ins vorgesehene Loch mitten auf dem Dorfplatz befestigten. Es war jedoch so kalt, dass Werni die Kamera nicht holte um dieses Ereignis fest zu halten.

 

Natürlich konnten wir auch die Ermita Mare de Déu de la Roca nahe bei Mont-roig nicht auslassen.  Auf hohen, roten, bizarr verwitterten Felsen thront die kleine Einsiedelei. Vom höchsten Punkt aus hatten wir eine traumhafte Aussicht einerseits auf die Küstenebene andererseits auf die Berge.

 

Jetzt war es wieder an der Zeit mal ein Schloss zu besuchen, das von unserem Reiseführer empfohlen wurde. Eine junge Katalanin führte uns durch das Schloss Escornalbou, das früher ein Augustienerkloster war. Nachdem verschiedene Privatpersonen, dann einer Bank es besessen hatten, gehört es heute dem Staat und es wurde als Museum eingerichtet. Wir waren nur eine Handvoll Leute, die an der Führung teilnahmen und die Katalanin übersetzte die wichtigsten Informationen für uns auf Englisch. Ein bisschen konnten wir verstehen wie sich die SpanierInnen untereinander während der Führung unterhielten, Fragen stellten und Kommentare abgaben. Dadurch entstand eine ganz lockere und lustige Atmosphäre.

 

Im Centre d'informacion i Ecomuseum in Deltebre erhielten wir grossartige Unterlagen zum Ebro-Delta. Wir sahen einen informativen Videofilm zum Leben der Menschen, Pflanzen und Tiere und wie die Bevölkerung ein ökologisches Gleichgewicht aufrecht zu erhalten versucht. Da wir ja sowieso auf unsere Bücher warten mussten beschlossen wir wieder einmal unsere Velos zu benutzen. Direkt am Meer fanden wir einen Stellplatz, an dem auch andere Womos standen und wir uns sicher fühlten. So verbrachten wir 3 Tage in diesem Gebiet, radelten durch die endlosen Reisfelder, sahen verschiedenste Wasservögel, Enten und Flamingos. Abends hörten wir im Huckepack den Wellen zu.

 

Am 15.12. zogen wir weiter entlang der Küste. Unsere Heizung funktioniert wieder und das Gas wurde langsam knapp. Wir wussten, dass wir erst in Valencia an die nächste Autogastankstelle ist und so wählten wir den kürzeren Weg. In einem Carrefour fand ich auch noch einen Wintermantel, denn es wurde empfindlich kalt. Zum Übernachten fuhren wir auf einen Campingplatz nahe Valencia. Dort hat es uns aber nicht gefallen und so verzichteten wir auf Valencia und zogen weiter.

 

Die Sonne scheint wieder.

 

In der Zwischenzeit unternahmen wir eine Wanderung und gestern machten wir einen Abstecher nach Afrika: mit geschlossenen Fenstern und mit Ausstiegsverbot fuhren wir an Löwen, Tigern, Zebras und Leoparden vorbei, zu Fuss bewunderten wir Affen, exotische Vögel und vieles mehr. In der Nähe von Denia besuchten wir den Safari Park - die Bilder von unseren Erlebnissen erscheinen demnächst.

 

Wir wünschen allen fröhliche Weihnachten, schönes Wetter und einen guten Start ins 2010.