Mittwoch, 22. November 2017

auf der zeitlosen Reise auf der zeitlosen Reise

auf der zeitlosen Reise

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Mittwoch, den 08. September 2010 um 23:00 Uhr
Als unser Auto verschifft war, verbrachten wir noch knapp 3 Wochen in Hamburg. Diese Stadt ist wirklich eine Reise wert und es lässt sich viel entdecken. Wir wohnten an der Reeperbahn und schlenderten in der Stadt herum, besichtigten die Parks, besuchten Open Air Konzerte, waren im Theater, sahen zu bei Paddel Standing- und Drachenboot-Wettkämpfen zu. Natürlich fuhren wir mit Schiffen in den Kanälen der Alster und auf der Elbe herum. Marlies und Ulli, unsere Hamburgerfreunde, die wir in Portugal kennen lernten, fuhren mit uns auch auf Land hinaus. Ganz toll, aus ihrer Sicht dieses Gebiet zu erfahren.
 
Dann kam endlich der 30. August. Mit dem Nachtzug fuhren wir nach Frankfurt und hatten einen ruhigen und angenehmen Flug nach Halifax.
 
Herrliche Sonnenstrahlen empfingen uns und der Temperaturunterschied machte uns schon etwas zu schaffen. Am 31. August konnten wir schon unseren heisserwarteten Huckepack am Hafen abholen. Die Einreise und auch der Import des Huckepack verliefen problemlos. Trotz Mittagshitze waren die Velos schnell wieder auf dem Ständer montiert und so verliessen wir Halifax. Der Einkauf von Gas, Diesel und Lebensmitteln mussten erledigt werden und wir fanden einen Campingplatz an einem Badesee. Schweisstreibend war das Einräumen der Kästen, doch das Schwimmen im warmen Wasser entschädigte uns für unsere Mühen. Wir sind glücklich wieder unser Haus zu haben.
 
Da der Hurrikan Earl auf's Wochenende prognostiziert wurde, wussten wir nicht so recht in welche Richtung wir fahren sollten und niemand konnte uns einen Rat geben. So entschlossen wir uns für den Westen und nahmen der Ligthhouse Küstenstrasse Richtung Westen. Immer wieder sahen wir Seen, das Meer und fuhren durch ausgedehnte Wälder. Ortschaften wie Berlin, Lunenburg, Liverpool und Dublin erinnerten uns daran, dass vor langer Zeit Menschen aus dem alten Europa nach Kanada immigrierten.
 
Überall trafen wir freundliche und hilfsbereite Menschen und auch auf den Campingplätzen wurden wir freundlich empfangen.
 
Widersprüchlich waren die Auskünfte über die Entwicklung der Wetterlage und so dachten wir, dass es wohl am besten wäre im Inland Zuflucht vor dem Sturm zu finden. Dazu wählten wir den Nationalpark Kejimkukjik. Bei der Ankunft am Freitag erfuhren wir dass aufgrund der Wetterwarnung der Campingplatz und der Park bis Sonntagmittag geschlossen sind. Uns blieb nichts weiter übrig als Richtung Nordwest-Küste weiter zu fahren. Wir fanden einen Campingplatz auf dem schon andere Womo's standen und entschlossen uns auch hier zu bleiben und abzuwarten, was der Samstag bringen wird.
 
In der Zwischenzeit wurde der Hurrikan auf einen Tropensturm heruntergestuft und gegen den Morgen hin begann es in Strömen zu regnen. Zum Glück hat es kaum Windböen und am Sonntag soll die Sonne wieder scheinen.
 
So sitzen wir im Huckepack und nutzen die Zeit unsere ersten Eindrücke von Kanada zu schildern.
 
Der Flug über den Atlantik und die Zeitverschiebung gibt uns das Gefühl, dass wir noch nicht ganz angekommen sind.