Mittwoch, 22. November 2017

auf der zeitlosen Reise auf der zeitlosen Reise

auf der zeitlosen Reise

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Canada - so viele Eindrücke und Erlebnisse! Drucken E-Mail
Mittwoch, den 06. Oktober 2010 um 23:00 Uhr
Nur einen kleinen Teil von Canadas Osten erlebten wir während diesem Monat beim Fahren durch unendlich weite Landschaften, beim Campen in Parks, bei Besuchen von Live-Museen und beim Schlendern durch Dörfer und Städte.
In den Nationalparks gehörte das Velo zu unserem bevorzugten Fortbewegungsmittel. So auch im Kejimkujik-Nationalpark in der Provinz Nova Scotia. Wir waren überwältigt von der Landschaft und genossen die Abende am Lagerfeuer.
nationalpark kejimkujik
nationalpark kejimkujik
nationalpark kejimkujik
 
In Montmorency (nahe bei Quebec) bestaunten wir den Wasserfall und können es kaum glauben, dass diese Wassermassen im Winter zu Eis werden und dann als Kletterwand dienen.
montmorency
   
 
Weiter ging's am St. Laurence Strom entlang Richtung Norden nach Tadoussac. Bei der Ankunft war es ziemlich kalt und es regnete. Am nächsten Tag schien die Sonne und so nahmen wir wetterfest und in einem adretten Outfit an einem Whale Watching Trip teil. Ein unvergessliches Erlebnis.
tadoussac
tadoussac
tadoussac
 
Bei der Rückfahrt Richtung Quebec wurden wir im Wallfahrtsort Ste. Anne de Beaupré überrascht von der eigenartigen Kapelle, die wir in der Kirche vorfanden. Die Kirche wurde durch einen Brand zerstört. Sie wurde 1923 originalgetreu im neoromanischen Stil wieder aufgebaut. Neben der Kirche gibt es ein Cyclorama, das wie eine Moschee aussieht. Im Innern befindet sich ein 360 Grad-Gemälde. Es stellt Jerusalem am Tag der Kreuzigung dar. Der Künstler und 5 Assistenten benötigten vier Jahre für das 14 m hohe und 110 m breite Werk. Mit dem Feldstecher sahen wir, dass sowohl die Gesichter der Menschen als auch der Tiere ganz individuell und bis ins Detail gezeichnet sind. Das war beeindruckend.
saint anne
saint anne
cyclorama
 
Wir verweilten nur ganz kurz in Quebec, denn immer wieder setzt der Regen ein und wir wurden ziemlich nass, weil wir den Regenschirm im Auto liessen. Die anderen Touristen waren intelligenter. Mit dem Funiculaire fuhren wir in die Oberstadt und besichtigten u.a. die Kathedrale. Natürlich waren wir beeindruckt vom alles beherrschenden Chateau Frontenac. Uns gefiel auch das fröhliche Treiben in den engen Gassen der Unterstadt.
quebec
quebec
quebec
 
Bis jetzt waren für uns die Städte noch übersichtlich. Ganz anders Montreal. Wir wussten nicht, wo wie beginnen sollten. Der Verkehr war hektisch und die Sehenswürdigkeiten liegen ziemlich weit auseinander. Nachdem wir ein wenig in Vieux Montreal herumgeschlendert waren, entschlossen uns zu einer Stadtrundfahrt. In rasantem Tempo wurden wir an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbeigefahren, mit den obligaten Fotostopps. Im Musee d'Art Contemporain sahen wir eine interessante Ausstellung von VideokünstlerInnen, u.a. war auch Pipilotti Rist mit einem Beitrag vertreten Ganz beeindruckt waren wir jedoch am Abend. Auf dem Place des Arts gibt es eine Anlage mit Springbrunnen. Mit diesen wurde eine Komposition von Licht, Musik und Wasser insziniert. Ein Feuerwerk für alle Sinne.
montrea
montreal
montreal
 
Nun wechselten wir wieder einmal den Bezirk. Von Quebec kamen wir nach Ontario. Ottawa, die Hauptstadt von Canada ist überschaubar. Der Parliment Hill dominiert und die vielen Grünanlagen sorgen für ein aufgelockertes Stadtbild. Der Glastempel der National Gallery of Canada setzt einen Kontrast zu den massiven Regierungsbauten.
ottawa
ottawa
 
 
Bei der Weiterfahrt in den Algonquinpark erlebten wir den beginnenden Herbst. Wir fanden einen grosszügigen Stellplatz ganz nahe am Canisbay Lake. Bei unserer Velotour hofften wir endlich Wölfe, Elche oder auch Bären anzutreffen. Trotz intensiver Suche zeigten sie sich nicht. Wir vermuten, dass sie vor uns Angst hatten, haha!
algonquin park
algonquin park
 
 
Mehr Glück hatten wir im wunderschön gelegenen Killbear Park an der Georgian Bay. Aber zum Nachtessen gab es dann Grillfleisch aus der Metzgerei und vom Rind.
kilbear park
kilbear park
kilbear park
 
Im Huronia Museum in Midland sahen wir ein rekonstruiertes Dorf der Huronen-Indianer und erfuhren, wie sie vor der Ankunft der Europäer lebten. Die Huronen waren erfolgreiche und geschickte Bauern und Händler. Ein Dorf bestand aus einem Familienclan mit bis zu 50 Mitgliedern. Wurde der Clan zu gross, konnte auch jederzeit ein neues Dorf gegründet werden. Die einzelnen Dörfer unterhielte ein enges soziales Netz. Einzig die Irokesen waren ihre Erzfeinde.
huronia museum midland
huronia museum midland
huronia museum midland
 
Nur ein paar hundert Meter entfernt besuchten wir dann die 1964 rekonstruierte Mission Sainte-Marie among the Hurons.
Französische Jesuiten gründeten diese Mission 1639. Hohe Holzpalisaden teilen die Anlage in zwei Befestigungsringe. Im äusseren Ring lebten die noch nicht getauften, im inneren die bereits christianisierten Huronen und in separaten Häusern die Jesuiten. Die von den Missionaren eingeschleppten Infektionskrankheiten kosteten vielen Huronen das Leben und als 1648 auch noch die Erzfeinde der Huronen die Siedlung angriffen, kehrten die Jesuiten mit den wenigen Huronen, die Krankheit und Krieg überlebt hatten nach Quebec City zurück.
huronias sainte marie
huronias sainte marie
huronias sainte marie
 
Zurück in unsere Zeit - Toronto. Hier fiel uns das friedliche Zusammenleben der vielen Nationalitäten auf. Diese Stadt hat uns fasziniert und die Fülle und Vielfalt der Fotos in der Bildergalerie sprechen davon.
toronto
toronto
toronto
 
Wo wir auch hinkommen, wir lernen freundliche und hilfsbereite Menschen kennen. Das macht das Reisen angenehm. Fragen unsererseits werden, wenn wir etwas nicht verstehen, mit viel Geduld beantwortet. Sind wir mit einem Stadtplan beschäftigt, kommen die Menschen auf uns zu und bieten Hilfe an, ohne aufdringlich zu sein. Viele sind neugierig und interessieren sich für unseren Huckepack. Der LandRover ist in Canada ein aussergewöhnliches Fahrzeug und mit dem Aufbau scheint er noch viel interessanter zu sein. Wenn wir in der Nähe des Fahrzeugs sind werden wir gefragt ob Fotos gemacht werden dürfen. Dann kommen wir ins Gespräch und lernen das kanadisch-englisch besser verstehen. Auch erfahren wir viel von ihren Reiseplänen und mit welchen Fahrzeugen sie unterwegs sind. Für uns sind ihre Womo's und Wohnwagen halbe Häuser. Neben 2 Schlafzimmern haben sie Bad/WC getrennt, eine Polstergruppe, natürlich einen Fernseher und eine Küche mit Herd, Mikrowelle, separatem Tiefkühl- und Kühlschrank. So müssen sie auch immer auf Plätze mit Stromanschluss oder brauchen einen Generator. Wir mit unserem Solarpanel sind viel autonomer.
Soviel für heute.