Mittwoch, 22. November 2017

auf der zeitlosen Reise auf der zeitlosen Reise

auf der zeitlosen Reise

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Schon bald in New Mexico - doch jetzt warten wir auf ??? !!! Drucken E-Mail
Montag, den 31. Januar 2011 um 00:00 Uhr
Das lest ihr am Ende des Berichts.

Florida wird uns in bester Erinnerung bleiben. Ganz toll waren die Begegnungen mit der Flora und Fauna. Wir sahen viele Tiere, Pflanzen und eindrückliche Landschaften und möchten euch daran teilhaben lassen. Vorlieb nehmen müsst ihr mit den wenigen Bildern. Sobald alle auf der Homepage sind, wird Werni eine neue Newsletter senden. 

In Blue Spring hatten wir das Glück Manatees im absolut durchsichtigen Quellwasser des St. John Rivers zu beobachten. Meistens sieht man nur die Schnauze, die beim Luftholen kurz an der Wasseroberfläche erscheint und schon sind sie wieder abgetaucht. Die friedlichen, etwas plump aussehenden Seekühe werden bis zu 5 m lang und über 1500 kg schwer. Da sie schwer hören, etwas träge sind und oft zum Atem holen an die Wasseroberfläche müssen, werden sie leider häufig von der Schiffsschrauben und dem Rumpf der schnellen Boote verletzt und sogar getötet. Sie gehören heute zu den bedrohten Säugetieren und leben in den warmen Küstengewässern. Im Winter schwimmen sie Fluss aufwärts in die während des ganzen Jahres zwischen. 20 und 23 Grad warmen Quellflüsse.

Blue Spring

Blue Spring

Blue Spring

 

Auf dem Grassy Key (Florida Keys) besichtigten wir das Dolphin Research Center. In diesem Zentrum geht es nicht um Profit, sondern um, auf Delfine gerichtete, Verhaltensforschung. Wir konnten als Besucher an Trainingseinheiten teilnehmen. Die Tiere lernen verschiedenste „Kunststücke" und jede Übung wird mit einer Handbewegung eingeleitet und einem für jedes Tier individuellen Ton beendet. Ertönt der Pfiff schwimmen sie umgehend auf die TrainerIn zu, um ihre Belohnung, Fische, entgegen zu nehmen. Gebührend wurden die Delfine bewundert und beklatscht. Wir sahen auch zu, wie sie untersucht wurden und wie geduldig sie das über sich ergehen liessen. Unabhängig von ihren Trainingsstunden zeigen sie oft ihre Kunststücke, sobald man sich einem Becken nähert.

Key Grassy

Key Grassy

Key Grassy

 

Im Everglades Nationalpark und im Big Cypress National Preserve  sahen wir so viele Alligatioren, Wasservögel und Schildkröten, dass wir es kaum glauben konnten. In allen Gewässern ist Schwimmen verboten. Wenn man die Alligatoren so träge an den Ufern der Flüsse und Seen liegen sieht, glaubt man kaum an ihre Gefährlichkeit. Doch wir liessen uns nicht täuschen und hielten so gut es ging Abstand. Der fast 13 km lange Rundweg durch das Shark Vally führt in den Sumpf hinein bis zu einem Aussichtsturm. Die Aligatoren lagen überall, ganz nahe am Strassenrand und wir waren erstaunt, dass es keine Absperrungen gab. So radelten wir respektvoll knapp 1 Meter an ihnen vorbei und waren froh, nicht zu Fuss unterwegs zu sein. Überrascht waren wir als wir entdeckten, wie sich ein ganz junger Alligator auf dem Rücken einer Schildkröte ausruhte und sonnte. Es war eine sehr günstige Jahreszeit um so viele Alligatoren zu sehen.

Long Pine Key

Shark Valley

Shark Valley

 

Schön war auch das Beobachten von Vögeln und zu hoffen, dass sie lange genug stillhalten, damit wir sie fotografieren konnten. Beim Specht ist es nicht so schwierig. Lange und intensiv hämmert er auf dem Baumstamm herum. Dann beobachtet er, ob sich etwas Fressbares zeigt um es dann blitzschnell aufzupicken. Die kleinen, farbigen Vögel waren jedoch flinker als wir mit der Kamera. Die Wasservögeln mit ihrer Fischbeute haben es sich um einiges schwieriger, bis sie ihre Beute schlucken können. Wir beobachteten, wie sie den zappelnden Fisch immer wieder in die richtige Position bringen wollen. Manchmal fiel er auch wieder ins Wasser und sie mussten ihn schnell herausnehmen. Es dauert eine ganze Weile bis sie ihn hinunterwürgen konnten. Faszinierend!

Estero

Long Pine Key

Long Pine Key

 

Leider waren die schönen Campingplätze aufgrund der Weihnachtsferien oft ausgebucht und so blieben uns nur 4 Übernachtungen. Bis nach Key-West sind es über 200 km und das Vergnügen über all diese Brücken von Insel zu Insel zu hüpfen, wollten wir uns nicht entgehen lassen. Es ist schon eindrücklich, dass 1904 mit dem Bau der Eisenbahnlinie begonnen wurde und diese bis nach Key West führte. 1935 zerstörte ein Hurrikan mehrere Brücken und beschädigte grössere Teile des Bahntrasses. Anstelle der Wiederherstellung baute man die durchgehende Autostrasse. Imponierend ist die 7-Meilen Brücke und das Gefühl beim Fahren endlos über den Meer zu schweben.

Keys Long Key

Keys unterwegs

Keys unterwegs

 

Wenn immer möglich legten wir uns in den Sand und genossen die Sonne. Vor allem auf den Key's, mit den weissen Sandstränden gaben wir uns diesem Vergnügen hin. Zum Schwimmen kamen wir nicht, denn das Wasser am Strand war zu wenig tief und weiter draussen gab es grössere Wellen. Das schreckte mich etwas ab. Aber nicht nur wir genossen die Sonne. Überall beobachteten wir Tiere, die sich den wärmenden Sonnenstrahlen hingaben.

Key Grassy

Key Grassy

Long Pine Key

 

Etwas ganz besonderes war der Besuch des Marikami Park Museum und des japanischen Gartens in 20. Delray Beach. Die Anlage erinnert daran, dass im frühen 20. Jahrhundert zahlreiche Japaner hier lebten und im Ananas-Anbau arbeiteten. Wir besichtigten das Museum mit wechselnden Ausstellungen, das Teehaus und im grossen Park bewunderten wir den Bonsai Garten, die Seen und Flüsse und die kunstvoll angelegten Spazierwege.

Delray_Beach

Delray_Beach

Delray_Beach

 

Ein weiterer Leckerbissen auf unserer Reise war der Besuch des John Ringling Imperiums in Sarasota Bay. Der Sohn deutscher Einwanderer machte im frühen 20. Jahrhunderts ein Vermögen (verlor alles wieder bei der Weltwirtschaftkrise) mit seinem Zirkus und kaufte einen parkähnlichen Komplex. Er investierte dort in eine seiner Villen und in ein Museum für seine Kunstsammlung. Das John & Marble Ringling Museum of Art ist im Stil einer römischen Villa errichtet. Im Innenhof befindet sich ein Skulpturgarten mit Kopien bekannter Statuen und Skulpturen. Jeder Ausstellungsraum wurde stilgerecht in der jeweiligen Epoche des Malers gebaut. Das palastartige Wohnhaus trägt den Namen Ca'd'Za, was so viel wie „Haus des Johannes" (John) bedeutet und italienisch inspiriert ist, z.B. wurde ein Turm errichtet, der an den Dogenpalast erinnert und das Glas für die Fenster wurde eigens aus Venedig importiert. Was uns aber total faszinierte war das Circus Museum. Nur 3 Bilder daraus und alle Zirkusfans werden auf die Fotos in der Bildergalerie fiebern.

Sarasota Bay

Sarasota Bay

Sarasota Bay

 

Vom Campingplatz aus konnten wir mit den Velos (Dauer knapp eine Stunde) bis zur Metro fahren, die uns ins Zentrum von Miami brachte. Toll ist es mit der Metromover (einer Hochbahn, mit vielen Zwischenstopps und zudem kostenlos) das Stadtzentrum zu umrunden. Wir schlenderten am Hafen herum und genossen ausgezeichnete Meerestiere. Auch das Quartier Little Havanna besuchten wir, doch wir verliessen es schnell wieder. Einerseits erinnerten wir uns an unseren gemeinsamen Aufenthalt in Kuba, wo wir vor 10 Jahren Walters Geburtstag feierten, andererseits wussten wir, dass Marianne und Walter gleichzeitig auf Kuba den 70.sten Geburtstag von Walter feierten und wir nicht teilnehmen konnten, obwohl es nur einen Katzensprung gewesen wäre. Weder von den USA noch von Mexiko (dank W. Bush) aus gibt es Flugverbindungen. 

So machten wir uns auf um Miami Beach zu entdecken. Am Strand und am Ocean Drive entlang wird flaniert und fotografiert, was das Zeug hält. Überall sieht man Art-Decor-Fassaden und anstelle des Besuchs von Kirchen und Historical Sites besichtigt man die Lobbies der Hotels. Diverse Hotels dienten auch als Drehort für Filme und bekannte Persönlichkeiten besitzen Häuser. Unter anderem kam der Modemacher Gianni Versace in die Schlagzeilen, als er 1997 auf den Stufen vor seiner Haustür erschossen wurde. Werni brauchte viel Zeit um vom Haus ein Foto zu machen, weil sich immer wieder Menschen davor ablichten liessen.

Miami_Beach

Miami_Beach

Miami_Beach

 

Disneyland können wir auch noch in Kalifornien geniessen und so umgehen wir Orlando. Cape Canaveral und das Kennedy Space Center wollten wir auf jeden Fall besuchen. Ganz aus der Nähe besichtigten wir im Rocket Garden alle wichtigen Modelle von der deutschen V2 bis zur sagenhaft grossen Saturn V. Im IMAX-Kino sahen wir die technisch perfekten 3D-Filme „Walking on the Moon" und „Space Station". Gleich 2 Mal stiegen wir in ein „originales" Space Shuttle ein und starteten zum virtuellen Raumflug. Licht- Ton- und Spezial-Effekte vermitteln das Gefühl eines echten Raumflugs und sind sagenhaft. Dabei sahen wir den Sternenhimmel und die Erde aus einer ganz anderen Perspektive. Mit einem Shuttelbus ging es auf die Rundfahrt über einen Teil des eigentlichen NASA-Geländes und wir sahen die Raketenabschussrampen aus der Nähe. Leider ist der nächste Start erst im Februar vorgesehen.Dann besuchten wir noch das Apollo/Saturn V Center und konnten uns zum russisch-amerikanischen Wettlauf zum Mond informieren.

Cape_Canaveral

Cape_Canaveral

Cape_Canaveral

 

Ganz überrascht waren wir, als wir so direkt an die Schweiz erinnert wurden. Wir lernten Dan (Amerikaner), Bob und Sandra (Engländer) kennen. Nur kurz überlegten wir uns, ob wir ein anderes Fahrzeug bräuchten, doch so viel Landesverteidigung liegt uns fern. Aber wir verbrachten einen gemütlichen Abend mit ihnen.

Burns Lake

Burns Lake

Burns Lake

 

Warten, warten worauf???!!! 

Natürlich gibt es eine Geschichte, sie fängt nicht mit „Es war einmal" an, sondern mit:: 

So eine Überraschung! Wieder einmal wollten wir eine grosse Reisestrecke zurück legen um von New Orleans nach Houston zu kommen. Mit unserem Huckepack auf der Autobahn zu fahren ist wirklich nicht das grösste Vergnügen, trotzdem, so sind weite Strecken am besten zu bewältigen. An sich ein schöner Name, Lake Charles, wurde als nächste Ausfahrt angezeigt. Dort wollte ich das Steuer Werni übergeben. Doch soweit kam es nicht. Gas geben nützte nichts mehr, nur noch auf eine Ausweichstelle, kurz vor der Ausfahrt, rollen war noch möglich. Fazit, zum 2. Mal ging unsere Benzinpumpe kaputt und das auch noch an einem Samstag. Wieder einmal half uns ein hilfsbereiter Amerikaner. Er telefonierte der Polizei, gab die Position durch und wartete mit uns bis der Sherif (eine Frau) kam. Sie organisierte für uns den Abschleppdienst, sicherte die Stelle und regelte den Verkehr, damit es zu keinem Unfall kam. Freundlich und gelassen blieb sie, bis unser Womo abgeschleppt werden konnte. Mit dem Mann vom Pannendienst, baute Werni die Kardanwelle aus, damit das Differenzial keinen Schaden nimmt (schon wieder etwas gelernt). Nach fast 3 Stunden wurde unser Womo auf den Parkplatz einer Autoreparaturwerkstätte abgestellt. Diese war natürlich geschlossen und wir mussten bis Montag warten.

Dann begann eine Irrfahrt. Der Garagenbesitzer wollte uns nicht helfen und organisierte umgehend einen Abschleppdienst. Zum Glück regnete es an diesem Montag in Strömen und das beflügelte unser Dasein. Der Huckepack wurde ein weiteres Mal aufgeladen und in die nächste Garage gefahren. Auch dort wollten sie uns nicht. Steve, der Mann vom Abschleppdienst telefonierte in weitere Werkstätten, doch es war aussichtslos. Schliesslich fuhr er uns zu einem Händler mit ausländischen Fahrzeugen, doch auch dort erhielten wir keine Hilfe, obwohl wir ganz genaue Angaben (dank Ruedi von OVERLAND 4tec AG, Dürnten) zum benötigten Ersatzteil hatten. Werni beteuerte, dass er die Benzinpumpe selber einbauen könne und wir nur einen Parkplatz und eine Lieferadresse bräuchten. Keine Chance. Schliesslich wurden wir auf einem abgelegenen Campingplatz abgestellt. Per Internet bestellten wir die Pumpe und sie wurde am nächsten Tag geliefert. Das Einbauen war das kleinere Problem. Sehr schwierig war es mit der Kardanwelle, so ohne Werkzeug. Schlussendlich half ein Baumstamm als Rammbock. Es ist ein Riesenglück, dass Werni so geschickt ist und so viele Ideen hat um Probleme zu lösen.

 

Werni_in_Aktion

 

 

Zum Glück finden wir immer wieder Internet-Zugänge, wenn diese auch oft für Up- und Downloads unbrauchbar sind. Werni beschäftigt sich mit unserer Homepage, denn sie funktioniert seit längerer Zeit nicht mehr. Bis wir das merken, vergeht immer einige Zeit. Danke an alle, die uns per Mail jeweils darauf aufmerksam machen. Aufs Neue war ein Hacker am Werk, dann gab es bei unserem Provider Probleme, dann fehlte ein Backup und Werni musste die Programme wieder anpassen und schliesslich übt er mit dem Upload. Hoffentlich klappt es heute und ihr habt eine neue Newsletter in eurer Mailbox.

Die vielen tollen Fotos, die Werni gemacht hat, werdet ihr zu einem späteren Zeitpunkt vorfinden, aus verständlichen Gründen.

Trotz allem, wir haben viel Sonnenschein, genügend zu Essen und Trinken, den Humor nicht verloren und nähern uns der Westküste.

Ja, wir warten auf eine pannenfreie Ankunft in Los Angeles und dann auf das Flugzeug, denn am 15. Februar fliegen wir in die Schweiz - der älteste Sohn heiratet und an diesem Fest nehmen wir mit Freude teil.